Viele Schnittmengen

Lösung für Stadtmarketing scheint absehbar

Rund 108.000 Euro sollen im Haushalt 2019 für das Stadtmarketing eingestellt werden für konkrete, notwendige Marketingleistungen.

Sundern. Optimistisch zeigen sich Sunderns Kommunalpolitiker, eine gemeinsame Lösung für die Neuausrichtung der städtischen Gesellschaften zu finden. Im Haupt- und Finanzausschuss am vergangenen Donnerstag hatten CDU, SPD, FDP und Bürger für Sundern ihr jeweiliges Konzept vorgestellt, ergänzt durch ein paar skizzierte Kerngedanken von Guido Simon (Fraktionsvorsitzender der Grünen). Es gebe viele Überschneidungspunkte, stellten die Ausschussmitglieder unisono fest. Eine Lenkungsgruppe soll jetzt daraus ein gemeinsames Konzept erarbeiten.

Solange, bis dieses fertig ist, soll mit der Beauftragung eines externen Dienstleisters gewartet werden. Für diese Zurückstellung sprachen sich die Mitglieder mehrheitlich, mit einer Gegenstimme (Die Grünen), aus. Einig waren sich die Ausschussmitglieder aber, dass man danach auf eine Expertise von außen nicht verzichten wolle. Jemand der klärt, welches das wirtschaftlich und rechtlich beste Modell für Sundern ist.

Einig waren sich die Fraktionen auch, dass alle Jobs erhalten bleiben sollen. Die grundlegende Änderung in der aktuellen mindestens einjährigen Interimsphase bis zur Neuorganisation der Gesellschaftsform besteht in einem neuen Finanzierungsmodus. Vorgesehen ist, die Genossenschaft Stadtmarketing künftig nicht mehr in Form einer pauschalen Bezuschussung zu finanzieren. Stattdessen soll das Stadtmarketing für konkrete Marketingleistungen beauftragt werden. „Wir müssen uns entscheiden, welche Leistungen wir wollen, um dafür die entsprechenden Mittel in den Haushalt einzustellen“, erläuterte Stadtkämmerin Ursula Schnelle. Die Genossenschaft hatte die Leistungen, die aus ihrer Sicht zur Vermarktung der Stadt Sundern für 2019 geplant und von der Genossenschaft als Dienstleister durchgeführt werden könnten, mit einem Kostenansatz dargestellt. Zur Abstimmung standen rund 108.000 Euro.

Stadtmarketing-Insolvenz verhindern

Entschieden dagegen sprach sich die FDP-Fraktion aus, weil „das freiwillige Leistungen sind“, so Dorothee Thiele. Diese werde man nicht ohne Kompensationen absegnen, ergänzte Laufmöller.

Bis auf Kleinigkeiten stieß die Vorlage derweil auf Zustimmung der Mehrheit der Politiker, die sich darauf einigten, einige Abschnitte zu streichen und die Ergänzung aufzunehmen, mit dem Stadtmarketing einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Sonst bestünde die Gefahr, dass im Januar oder Februar dort die Lichter ausgehen, während man auf die Genehmigung des Haushaltes warte.

Für die überarbeitete Beschlussvorlage gab es zwölf Ja-Stimmen und zwei Gegenstimmen von der FDP, die Sebastian Booke (CDU) nicht unkommentiert ließ: Unverständlich sei für ihn, wie die FDP zunächst in ihrem Vortrag betonen könne, dass die Mitarbeiter der Gesellschaften massiv besorgt um ihre Arbeitsplätze seien und dann „zehn Minuten später 180 Grad in die andere Richtung rennen kann“. Rüdiger Laufmöller insistierte, man müsse rechtlich sauber arbeiten. „Wir beschließen Sachen, die gegen geltendes Recht verstoßen. Da machen wir nicht mit.“

 Die Konzepte der CDU, SPD, FDP und Bürger für Sundern finden sie hier. Für welche Leistungen das Stadtmarketing in Anspruch genommen werden soll, lesen Sie in der Beschlussvorlage.

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