"Es muss jetzt vorangehen"

CDU Sundern stellt "Eckpunkte zur Innenstadtentwicklung" vor

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Die Fußgängerzone steht in den Plänen der CDU zur Innenstadtentwicklung im Mittelpunkt.

Sundern. „Wir wollen zeigen, dass wir zu Kompromissen bereit sind“, sagte Sebastian Booke, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Sundern, bei der Vorstellung der „Eckpunkte zur Innenstadtentwicklung“ in dieser Woche. Darin hat seine Partei sechs Themen herausgearbeitet, die bei der Gestaltung der Sunderner City nach Ansicht der Christdemokraten bevorzugt zu behandeln seien. Diese sollen nun möglichst schnell angestoßen werden.

„Wir brauchen eine verbindliche Aussage, was wann gemacht werden soll. Wir werden immer weiter vertröstet“, sagte Booke und forderte von Bürgermeister Ralph Brodel möglichst noch vor der Sommerpause einen „Fahrplan, wie weiter vorgegangen wird“. Grundsätzliche Entscheidungen zur Innenstadtentwicklung sollten nach Ansicht der CDU noch in diesem Jahr getroffen werden. 

Die sechs Eckpunkte sind aus einem Positionspapier entstanden, das die CDU im August 2016 entwickelt hatte. Da dieses aber rund 40 Ideen zur Innenstadtentwicklung umfasste, haben die Christdemokraten nun die aus ihrer Sicht wichtigsten Themen herausgearbeitet. „Wir befürchten, dass sich die Diskussion an Detailfragen aufreibt und nichts vorankommt“, begründete Booke die Erstellung des neuen Papiers. Vor allem wolle due CDU aber den anderen Parteien signalisieren, „dass wir zum Wohle der Stadt zu Einigungen bereit sind“. Dies müsse allerdings für alle Parteien gelten. 

Der erste und wichtigste Eckpunkt besagt, dass der Bereich der Fußgängerzone in den Mittelpunkt der Innenstadtentwicklung gesetzt werden solle. „Was nutzt uns eine schöne Umgebung, wenn die Fußgängerzone nicht attraktiv ist?“, fragte Booke. Die Diskussion rund um die Gestaltung der City sei nicht zielführend, wenn sich alles auf die Renaturierung der Röhr und Parkplätze beziehe.

"Rathaus gehört ins Herz der Stadt" 

Diese Themen wollen die Christdemokraten aber dennoch angehen. Punkt 2 des neuen Positionspapieres besagt: „Für die Innenstadt gilt Hochwasserschutz.“ Eine Renaturierung mache vor den Toren der Stadt sinn, nicht aber im angedachten Ausmaße im Zentrum. Deshalb solle sie auf die Bereiche der Röhr in Richtung Papierfabrik und der Linnepe in Richtung Westenfeld erweitert werden. Darüber hinaus will die CDU die vorhandene Anzahl der Parkplätze auch im Falle einer Umgestaltung nach Möglichkeit erhalten. Denkbar sei auch eine Absenkung der Parkflächen, die im Falle eines Hochwassers geflutet werden könnten. 

Der dritte Eckpunkt bezieht sich auf die Verbindungen von der Innenstadt zum Rathaus und zur Schützenhalle. Diese müssen nach Ansicht der Christdemokraten unbedingt erhalten bleiben. „Das Rathaus gehört ins Herz einer Stadt. Wird die Zuwegung abgeschnitten, würde es sich weiter von den Bürgern entfernen“, meinte Booke. 

Der Bereich zwischen Innenstadt und Bremkes-Center, so besagt es der vierte Eckpunkt des CDU-Papiers, müsse überarbeitet werden. Als Idee brachte Booke eine Fußgängerbrücke zum Franz-Josef-Tigges-Platz ins Gespräch. Da im Center sowieso gearbeitet wird, biete sich der Zeitpunkt an: „In absehbarer Zeit werden wir das Thema nicht wieder aufnehmen können.“

"Ohne Akzeptanz schwer vermittelbar" 

Eine Umgestaltung soll es nach den Wünschen der CDU auch in den Bereichen Sunderland Hotel/Mescheder Straße sowie Kaiserhöhe/Schwester-Haberiella-Straße/Umgehungsstraße geben: Dafür fordern die Christdemokraten im fünften Eckpunkt Kreisverkehre. Zwar habe ein Verkehrsgutachten ergeben, dass diese an den besagten Stellen keinen Sinn machten, doch die Stadt Arnsberg habe sich auch schon über ein solches Gutachten hinweggesetzt und es habe dort keine Probleme gegeben. 

Alle Ideen und Pläne könnten allerdings laut CDU nur mit einer Bürgerbeteiligung umgesetzt werden. Im abschließenden sechsten Eckpunkt heißt es: „Ohne eine breite Akzeptanz in der Bürgerschaft ist eine Neugestaltung der Innenstadt nur schwer vermittelbar.“

Mit dem neuen Positions-Papier wollen die Sunderner Christdemokraten nun einen Anstoß zu einer neuerlichen Diskussion rund um die Innendstadtentwicklung geben. Dabei vertritt die Partei weiterhin die eigenen Standpunkte, sie wolle aber im Vorfeld nichts komplett ausschließen: „Wir wollen ergebnisoffen in die Diskussion gehen, um den anderen Parteien entgegenzukommen. Es muss jetzt aber in dieser Angelegenheit vorangehen.“

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