FDP unterstützt Willeke

Einladung der Bürgermeisterkandidaten verlief „verquer“

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Die FDP Sundern hat bei ihrem Parteitag ihre Kandidaten aufgestellt.

Sundern – Bei ihrem Wahlparteitag – gesplittet auf zwei Termine – hat die FDP in Sundern ihr Wahlprogramm besprochen und über ihre Kandidaten diskutiert. Dabei nominierte die 65 Mitglieder umfassende Partei nicht nur ihre eigenen Kandidaten. Im Fokus stand auch die Frage, wie man sich im Wahlkampf der Bürgermeisterkandidaten positioniert. Mit 80 Prozent der Stimmen entschied man sich dafür, Klaus-Rainer Willeke (unabhängiger Kandidat) zu unterstützen.

Die geplante Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten beim Parteitag verlief dann allerdings „verquer“, wie die Parteivorsitzende Dorothee Thiele nach dem Unmut, der im Nachgang entstand, sagt. Beim Parteitag hatte sich nur Willeke vorgestellt. In nachfolgenden Stellungnahmen hatten Georg Te Pass (CDU) und Serhat Sarikaya (Bürger für Sundern) klar gestellt, dass man keine beziehungsweise eine zu kurzfristige Einladung erhalten habe. Gerne hätte man die Gelegenheit genutzt, sich der FDP für eine mögliche Entscheidung über die Unterstützung eines möglichen Kandidaten vorzustellen.

„Ich habe alle drei eingeladen“, sagt Thiele. „Bei Bürgermeister Brodel haben wir keine Notwendigkeit gesehen, weil ihn jeder kennt.“ Bei der Einladung an Georg Te Pass an die zentrale Mailadresse der CDU habe die Weiterleitung nicht funktioniert, erklärt die FDP-Parteivorsitzende. Die Mail an Sarikaya sei nach einer Fehlermeldung bei der Zustellung beim zweiten Versuch zu spät eingegangen, wegen Terminüberschneidungen habe Sarikaya so kurzfristig nicht zum Parteitag kommen können. Inzwischen habe man alle kontaktiert und Gespräche geführt, um den Unmut aus der Welt zu schaffen, so Thiele.

"Es war eine ganz, ganz eindeutige Entscheidung"

Unabhängig davon sei die Entscheidung für Klaus-Rainer Willeke beim Parteitag eine „ganz, ganz eindeutige“ gewesen. Dabei habe man sich bis zum Parteitag die Entscheidung offen gehalten, ob man ohne Kandidaten oder mit in den Wahlkampf geht. „Wir wollten nicht auf Biegen und Brechen einen Kandidaten haben“, erklärt Thiele. „Mit seinen Inhalten kommen wir dem Ganzen aber schon sehr nah,“ erklärt Thiele, warum das Votum auf Willeke gefallen war.

Schnittstellen mit der FDP seien Digitalisierung und Infrastruktur und der Wunsch, wieder mehr Ruhe in die Verwaltung zu bekommen.

Darüber hinaus hoffte man bei der FDP, besonders auch die junge Wählerschaft zu gewinnen. Alle fünf Wahlkampftermine sind Corona bedingt jedoch ins Wasser gefallen. Nichtsdestotrotz finden sich auf der Kandidatenliste sieben neue Gesichter wieder, wie Dorothee Thiele berichtet.

Für den Rat der Stadt Sundern kandidieren Dorothee Thiele, Rüdiger Laufmöller, Hanns-Rüdiger Fehling, Dr. Sabine Riechert-Rother. Auf der Reserveliste stehen Knut Oeckel, Magnus Bende, René Winter, Georg Teipel, Claudia Hoberg-Gödde, Elisabeth Fehling, Martin Thiele und Lukas Laufmöller.

Für die Wahlbezirke treten an: 

1. Hagen/Wildewiese Allendorf An der Linde: Nicole Heidbrink

2. Allendorf/ Amecke-Illingheim/Seidfeld: Dr. Christoph Rother

3. Amecke: Dorothee Thiele

4. Stockum: Hanns-Rüdiger Fehling

5. Endorf/ Kloster Brunnen/ Recklinghausen/Röhrenspring: René Winter

6. Hellefeld/ Altenhellefeld/ Meinkenbracht/ Linnepe: Annika Laufmöller 

7. Westenfeld/ Sundern-Erfthagen: Rüdiger Laufmöller 

8. Sundern-Röhre: Bernd Scherer 

9. Sundern-Silmecke: Alfred Heidbrink 

10. Sundern-Teckelsberg: Martin Thiele 

11. Sundern-Mitte: Magnus Bende

12. Sundern-Settmecke: Georg Teipel

13. Sundern-Bergstraße: Dr. Sabine Riechert-Rother

14. Sundern-Brandhagen: Klaus Hoffmann

15. Sundern- Im Spree/Stemel: Ernst Brenscheidt

16. Hachen Nord: Rainer Pley

17. Hachen Süd / Hövel: Elisabeth Fehling

18. Langscheid- Nord / Enkhausen: Knut Oeckel

19. Langscheid - Süd: Claudia Hoberg-Gödde

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