„Ich nehme das Ergebnis als Auftrag und Verantwortung an“

CDU Sundern wählt Georg Te Pass zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020

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Georg Te Pass mach bei der CDU Sundern das Rennen: Der 61-jährige Lokalpolitiker wurde am Mittwochabend für das Amt des Bürgermeisters nominiert.

Sundern - Georg Te Pass will die Stadt Sundern wieder in ruhigere Fahrwasser leiten und den Blick in die Zukunft richten. Am Mittwochabend wählte die CDU ihn mit großer Mehrheit zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr.

„Wir haben jetzt seit vier Jahren Stillstand, und es fühlt sich für uns alle wie eine Rückschritt an“, sagte der später erfolgreiche Kandidat in der Vorstellungsrunde vor den 144 stimmberechtigten Mitgliedern der CDU Sundern. Im Wettbewerb mit Claudia Hachenei und Markus Allefeld konnte sich Georg Te Pass deutlich durchsetzen. Im September 2020 soll er nun als Kandidat der Sunderner CDU für das Amt des Bürgermeisters der Stadt antreten. Auf Unterstützung dabei kann sich der 61-Jährige auch durch die beiden Mitbewerber verlassen: Beide sagten nach der Abstimmung ihre Mitwirkung für einen erfolgreichen Wahlkampf zu. 

Nachdem jeder der drei Kandidaten 20 Minuten Redezeit in der Vorstellungsrunde erhalten hatte, galt es, die insgesamt 144 Stimmen der Delegierten aufzuteilen, und Georg Te Pass konnte 96 davon (67,6 Prozent) für sich vereinnahmen. Auf den Bewerber Markus Allefeld entfielen 28 Stimmen (19,72 Prozent), die Kandidatin Claudia Hachenei bekam 18 Stimmen (12,68 Prozent). Im Saal gab es von den Delegierten stehend Applaus für die eindeutige Entscheidung im ersten Wahlgang. Und der war so deutlich ausgefallen, dass weitere, für die Stichwahl vorgesehene Wahlzettel, gar nicht erst verteilt werden mussten. 

Vorstellung der politischen Ziele

Mit bescheidener Freude trat der gewählte Bewerber nach der Bekanntgabe der Zahlen an das Mikrophon und bedankte sich. „Ich nehme das Ergebnis als Auftrag und Verantwortung an.“ Georg Te Pass schilderte zuvor in Amecke, dass er von Hause aus ein christliches Weltbild mitbekommen habe. Er erzählte von seinem Engagement bei den Pfadfindern und beim Heimatverein Sundern, in dem er noch heute aktiv sei. Spannend wurde es für die Delegierten, als Te Pass seine politischen Ziele nochmals in den Mittelpunkt stellte. Darunter sehe er vor allem die Investition in die Kinder. Überhaupt solle sich in Sundern wieder etwas entwickeln. „Es darf keine Haushaltskonsolidierung um jeden Preis geben“, forderte Te Pass. Ja, eine Entwicklung der Sunderner Innenstadt sei wichtig, eine derzeit in der Diskussion stehende Bebauung des Franz-Josef-Tigges-Platzes solle es mit ihm aber nicht geben. „MuKu“ sei für ihn dort das Stichwort, die Kombination aus Musik und Kunst, die er in der alten Johannes-Schule am Platz sehen wolle. 

Te Pass reihte seine Vorstellungen zur künftigen Politik unter einem CDU-Bürgermeister in seiner Person aneinander: ein Parkkonzept, das dem Einzelhandel nütze, eine ortsnahe ärztliche Versorgung, ein passendes Baukonzept für einen sanften und nachhaltigen Tourismus in Sundern. Ferner sollten die städtischen Gesellschaften in einem einheitlichen Stadtmarketing eine Neuausrichtung erfahren, so Te Pass. Eine ausschließliche Konzentration auf die Kernstadt soll es nicht geben, die Infrastruktur soll auch in den Dörfern erhalten werden. Die Schaffung von weiteren Gewerbeflächen – auch im bereits diskutierten Tausch gegen Waldflächen, eine Anbindung an die Fernstraßen durch eine Verlängerung der „Bauernautobahn“ von Westenfeld nach Hellefeld und darüber hinaus – es gehe nicht darum etwas zu verscherbeln, sondern in die Zukunft von Sundern zu investieren. 

„Wir müssen das Vertrauen in Sundern wieder stärken"

Zu Stimmen im Saal hatte sein Vorschlag gesorgt, statt der Reaktivierung der Röhrtalbahn über eine Hochbahn nachzudenken, die über dem Gleisbett geführt werden könne. Städtische Entscheidungen müssten unter ökologischem Blickwinkel erfolgen. „Wir müssen das Vertrauen in Sundern wieder stärken, meine Motivation für die Bewerbung lautet – Sundern“, ließ Te Pass die Mitglieder vor der geheimen Abstimmung wissen. Eine lebens- und liebenswerte Heimat können man nur zusammen schaffen, sagte der Kandidat. 

In der vom Vorsitzenden der CDU Sundern, Stefan Lange, angebotenen Fragerunde an die Kandidaten gab es nur eine Stimme. Was denn mit seiner befristeten Amtszeit sei, wollte ein Mitglied von Te Pass wissen. Der erklärte, dass er wegen seines Alters tatsächlich nur für fünf Jahre zur Verfügung stehe. Die wolle er aber nutzen, ohne Bedenken „sein Ding für Sundern“ machen zu können, um etwas zu bewirken.

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