Ehrgeiz und Disziplin belohnt

TuS Sundern wird Deutscher Meister der Schüler im Tischtennis

Hart erarbeitet hat sich das Team des TuS Sundern den Titel Deutscher Mannschaftsmeister der Schüler im Tischtennis.

Sundern. Der TuS Sundern ist Deutscher Mannschaftsmeister der Schüler im Tischtennis. In Bissendorf in der Nähe von Osnabrück bezwangen Sunderns Schüler den Nachwuchs des Drittligisten TTC Seligenscheid am Ende souverän mit 6:2. Danach gab es nur noch eine riesige Feier mit den zahlreichen mitgereisten Fans, die eine unglaubliche Stimmung in die niedersächsische Sporthalle zauberten.

Jugendwart Jens Heinemann war überglücklich: „Es war einfach das perfekte Wochenende für uns. Die Jungs waren absolut fokussiert auf das große Ziel, haben in den wichtigen Spielsituationen immer die richtige Entscheidung getroffen. Und auch unsere Fans waren sagenhaft und sind vom ersten bis zum letzten Ballwechsel des Turniers voll mitgegangen.“

Für den TuS war im Vorfeld schon die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ein großer Erfolg. Schließlich hatte man dafür NRW-Meister werden und den deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf im Finale bezwingen müssen. Im Teilnehmerfeld standen den Spielern aus dem Röhrtal dann große Namen gegenüber wie Hertha BSC Berlin und Hannover 96. Ansonsten traten in Bissendorf eher die Nachwuchsvertretungen großer Tischtennisclubs an: Der Nachwuchs des Erstligisten aus Kolbermoor, des Drittligisten TTC Seligenstadt, der Oberligisten Weitefeld und Dresden und des Regionalligisten FT Freiburg. Und mittendrin der TuS Sundern. 

"Größter Erfolg der Vereinsgeschichte"

Los ging es am Samstagmorgen mit der Partie gegen Hertha BSC Berlin. Die Hauptstädter waren mit einer starken Mannschaft angereist und hatten sich im Vorfeld den Sprung auf das Treppchen zum Ziel gesetzt. Dementsprechend groß war der Schock, als Veit, Basti, Luca, Felix und Max den Hauptstadtclub mit 6:0 im Schnelldurchlauf abgefertigt hatten. 

Im zweiten Match ging es gegen den FT 1844 Freiburg weiter. Schon in den Doppeln trumpfte der TuS dermaßen auf, dass schon früh der Widerstand des Gegners gebrochen war. Als Bastian und Veit am oberen Paarkreuz auch die beiden Spitzenspieler aus dem Breisgau bezwangen, war der TuS nach dem zweiten 6:0-Erfolg in Serie schon für das Halbfinale qualifiziert. 

„Abends konnte man dann beobachten, wie sehr die junge Mannschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte wirklich wollte. Während die mitgereisten Zuschauer und Fans in Osnabrück den Halbfinaleinzug feierten, verabschiedete sich die Mannschaft schon um 21.30 Uhr ins Bett um am Sonntagmorgen topfit um 6 Uhr zum Joggen vor dem Hotel zu stehen. So viel Ehrgeiz und Disziplin konnte natürlich nur belohnt werden“, berichtet der Verein. 

Spieler beeindrucken durch Fairness 

Im Halbfinale trafen die Sunderner am Sonntagmorgen dann auf Hannover 96. Nach spannenden Matches stand es am Ende 6:2 für den TuS. Das nächste deutliche Ergebnis, auch wenn der Spielverlauf insgesamt deutlich knapper und spannender war. „Besonders imponierend, auch für die Zuschauer in Bissendorf, war die Fairness, mit der die Sunderner Jungs sich auszeichneten. Nicht nur einmal korrigierten sie freiwillig Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu ihren Ungunsten und verloren vielleicht auch dadurch zwei Einzel im Turnierverlauf“, berichtet der Verein weiter. 

Im Finale traf der TuS schließlich auf den TTC Seligenstadt. Luca und Felix spielten dermaßen stark, dass die beiden Seligenstädter vollkommen chancenlos blieben. Umgekehrt blieben allerdings auch Veit und Basti weit unter ihren Möglichkeiten und verloren ebenfalls deutlich. Abteilungsleiter Roland Sommer: „Beide favorisierten Doppel kamen mit dem Druck im allerersten Finale einer deutschen Meisterschaft für die jeweiligen Spieler nicht klar. Das war einfach zu viel für die jungen Spieler.“ Zum Glück für den TuS fingen sich die Sunderner aber deutlich schneller wieder als ihre Kontrahenten. Die Entscheidung zugunsten des TuS fiel durch den größeren Willen zum Sieg und den größeren Mut in knappen Situationen. Den einzigen Einzelpunkt für die Hessen musste Luca Sanchez trotz großartiger Leistung noch zulassen. Damit endete das Spiel mit 6:2 und der Jubel beim TuS Sundern kannte keine Grenzen. 

Ein glücklicher Coach Martin Adomeit fasste das Wochenende kurz nach dem Ballwechsel so zusammen: „Das ist ganz groß. Es war einfach ein perfektes Wochenende. Die Jungs haben das klasse gemacht. Wir mussten unsere eigentliche Stärke, die Ausgeglichenheit des Teams, kaum ausspielen. Da hatten wir eigentlich immer schon gewonnen. Wir sind mit jeder Situation klargekommen, waren eine faire Mannschaft und haben auch noch die Spiele klar gewonnen. Super gut war, dass die Jungs ihr Optimum auf den Punkt abrufen konnten. Ein Finale ist immer nochmal etwas anderes als jedes andere Spiel!“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare