IG Sunderner Chöre feiert ihr 20-jähriges

Mehr als 800 Menschen in Sundern befassen sich mit dem Kulturgut Musik, indem sie in einem Chor singen. Delegierte der 25 Chöre trafen sich letzte Woche in ihrer jährlichen Versammlung und hielten Rückschau auf das vergangene Jahr und legten Pläne für das laufende vor.

In seiner Begrüßung erinnerte der Vorsitzende Engelbert Zimmer daran, dass der Chorverband nunmehr 20 Jahre besteht und in dieser Zeit das Kulturleben in Sundern ein Stück mitgestaltet hat unter anderem durch die IG-Chorkonzerte, die alle zwei Jahre stattfinden.

Das neunte IG-Chorkonzert im November bereiten nun wieder einige Mitgliedschöre intensiv vor. Zimmer umriss in einem Statement die Positionierung der Chöre im gesamten Kulturangebot der Stadt aus IG-Sicht und ging kurz auf die öffentliche Kontroverse über die Kulturförderung durch die Stadt ein.

Neuntes Chorkonzert wird vorbereitet

Nach seiner Auffassung wäre die nicht entstanden, wenn sich alle für die Kultur zuständigen Gruppen und Verbände und die Stadt einig darüber gewesen wären, was sie denn unter Kultur verstehen wollen. Professionelle Kunst und Musik sei nicht das Segment in der Kulturszene, das durch die Chöre abgedeckt werden könnte, dürfe aber in Sundern auch nicht fehlen.

"Man muss vielleicht mehr in den Focus der Überlegungen rücken, dass Kultur in erster Linie für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt angeboten werden sollte und möglichst viele an die kulturellen, auch professionell-kulturellen Veranstaltungen herangeführt werden", meinte Zimmer.

Klarheit sollte hergestellt werden, ob sich die Stadt für das kulturelle Leben hauptverantwortlich fühlt und sich der Gruppen und Verbände bedient, oder ob die ehrenamtlichen Kulturträger diese Aufgabe allein schultern sollen. In jedem Fall müsse die Stadt mehr Geld bereitstellen, wenn das Angebot in Qualität und Quantität angehoben werden solle.

Der Geschäftsführer Klaus Schweitzer legte das Jahrbuch 2007 vor, in dem eine Vielzahl von Aktivitäten der einzelnen Chöre im letzten Jahr aufgeführt sind. In seiner Erläuterung hob er darauf ab, dass die Chöre nicht nur das kirchliche und weltliche Leben in den einzelnen Ortsteilen mitgestaltet haben, oder nur zu Sängerfesten eingeladen hätten, sondern zunehmend Konzerte auf hohem Niveau angeboten haben. "Allein die große Anzahl der Leistungschöre in unserer Stadt", so Schweitzer, "ist ein Indiz dafür, dass in den Chören leistungsorientiert gearbeitet wird". Der zweite Vorsitzende Niels Riemann machte anschließend noch einmal auf die Regelung der Terminabsprache über die Veranstaltungen der einzelnen Chöre aufmerksam. Überschneidungen in der Stadt könnten dadurch vermieden werden.

Anschließend leitete er die anstehenden Wahlen. Engelbert Zimmer wurde als erster Vorsitzender, Brigitte Ricke als Schatzmeisterin einstimmig bestätigt.

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