„Ich bin stolz darauf hier gearbeitet zu haben"

Sunderns Beigeordneter Meinolf Kühn offiziell verabschiedet

Meinolf Kühn (links) unterschrieb im Beisein von Bürgermeister Ralph Brodel (rechts) die Versetzungsurkunde in den Ruhestand. Foto: Ute Bosen

Sundern. Meinolf Kühn hat sich verabschiedet. Nach 22 Jahren als Beigeordneter von Sundern hat er am Freitagabend im großen Ratssaal seine „Versetzungsurkunde in den Ruhestand“ unterschrieben.

Familie, Ratsmitglieder, Kollegen aus der Verwaltung, Gäste aus der Politik, Kirche und den Gremien waren gekommen. Neben Bürgermeister Ralph Brodel waren mit Friedhelm Wolf und Detlef Lins zwei ehemalige Stadtoberhäupter aus der Amtszeit Kühns dabei.

„Herr Kühn wird uns weiter begleiten, in seinen Projekten und den vielen Bauwerken, die durch seine Arbeit entstanden sind“, sagte Brodel. Die Uferpromenade am Sorpesee, den Umbau der Stadtwerke, die Erstellung des neuen Flächennutzungsplans, das Charette-Verfahren zur Innenstadtentwicklung oder das unter seiner Mitarbeit erstellte Einzelhandelsgutachten zählte Brodel auf. Als pflichtbewusst und verlässlich, bezeichnete der Bürgermeister den scheidenden Beigeordneten. Schwere Differenzen (in der Presse wurde vielfach berichtet) ließen Kühn vorzeitig seinen Dienst quittieren und auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausscheiden. Drei Mal wurde er vom Rat der Stadt Sundern zum Beigeordneten gewählt. Bis zum Jahr 2019 hätte seine letzte Amtszeit dauern sollen.

„Ich bedanke mich, dass dies hier in diesem Rahmen stattfindet“, erklärte Meinolf Kühn. Vor Kurzem sei dies noch undenkbar gewesen. Länger hielt sich Kühn nicht an der jüngsten Vergangenheit auf. „Heute wächst auch wieder etwas zusammen“, erklärte er stattdessen. Doch zuvor hatten der ehemalige Bürgermeister Friehelm Wolf, Sunderns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schauerte und Dr. Ing. Thomas Grünebaum vom Ruhrverband Essen, wo Kühn als Delegierter tätig war, Rückblicke auf seine Amtszeit gehalten. Einstimmig, erinnerte sich Friedhelm Wolf, sei Kühn damals von allen Fraktionen im Rat gewählt worden. Parteipolitische Ansichten hätten für ihn bei der Arbeit keine Rolle gespielt. Analytische und konzeptionelle Fähigkeiten zeichneten ihn aus. Als zielstrebig und geprägt von seinem Engagement stellte ihn Thomas Grünebaum dar. „Dank für 22 Jahre Höchstleistung“, sagte Hans-Jürgen Schauerte. Seine 22-jährige Tätigkeit als Beigeordneter ließ Meinolf Kühn auch an diesem Abend beim Rückblick auf seine Arbeit für die Stadt in den Vordergrund stellen. Im Konsens mit dem gerade erst verstorbenen früheren Stadtdirektor Hermann Willeke verwies er auf den Leitspruch „starke Dörfer – starkes Zentrum“. Wichtig seien die Landwirtschaft, der Tourismus und nicht zuletzt die Industrie hier vor Ort. Kühn erinnerte sich gerne an die vielen Begegnungen mit Ministern und Bischöfen, mit Menschen aus dem kulturellen und sportlichen Bereich. „Ich bin stolz darauf hier gearbeitet zu haben und freue mich auf das, was kommt.“

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