Neuigkeiten aus dem Rathaus

Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel informiert über aktuelle Themen

Ralph Brodel informierte vor den „jecken Tagen“ noch einmal über die wichtigsten Themen im Rathaus.

Sundern. Rechtzeitig, bevor am morgigen Donnerstag die Narren die Schlüsselgewalt über das Rathaus übernehmen, nutzte Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel die Gelegenheit, gemeinsam mit einigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung in der monatlichen Pressekonferenz über die wichtigsten Themen zu informieren. Dabei ging es unter anderem um den Arbeitsmarkt, die Flüchtlingssituation und den Katastrophenschutz.

  • Arbeitsmarkt: Andreas Zimny, Verantwortlicher des Jobcenters, berichtete von einem winterbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Demnach lag die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,4 Prozent (Dezember 2015: 4,1 Prozent). Der Stellenmarkt entwickele sich aber gut, Fachkräfte würden weiter gesucht. „Auch der Helfermarkt zieht wieder an“, berichtete Zimny. Dort sei die Lage zuletzt etwas angespannt gewesen. „Das kannten wir so nicht.“ 
  • Haushalt: Zur Genehmigung des Haushaltsplans gab es nach Angaben von Kämmerin Ursula Schnelle noch keine Rückmeldung seitens der Aufsichtsbehörde. Demnach könne die Stadt aktuell nur Zahlungen und Ausgaben tätigen, zu denen sie rechtlich verpflichtet ist. In den nächsten Tagen rechne die Kämmerin aber mit Signalen von der Kommunalaufsicht. Noch habe es auch keine Rückfragen seitens der Behörde gegeben. „Wir werten das als positives Zeichen“, erklärte Schnelle. Um eine „Hängepartie“ im kommenden Jahr zu verhindern, will Ralph Brodel sich in diesem Jahr früher der Thematik widmen. Denn im Dezember fassen die meisten Kommunen ihre Haushaltsbeschlüsse, sodass bei der Aufsichtsbehörde viele Haushaltspläne auf einmal landen.

"Arbeitskreise leisten gute Arbeit" 

  • Arbeitskreise: Die Arbeitskreise haben bereits getagt und leisten laut Brodel „gute Arbeit“. „Das soll aber nicht heißen, dass die Ausschüsse das nicht tun“, stellte der Bürgermeister klar. Die Arbeitskreise könnten jedoch öfter tagen und seien „kein Schaufenster der parteipolitischen Meinungen“. Brodel hob noch einmal hervor, dass in den Arbeitskreisen keine Entscheidungen getroffen würden: „Das wäre höchst undemokratisch.“ Dort werde nur Vorarbeit geleistet, die Entscheidungen würden weiterhin in den Ausschüssen und im Stadtrat getroffen.
  • Flüchtlingssituation: „Die Flüchtlingswelle ist scheinbar vorüber“, berichtete Stephan Urny, Leiter des Fachbereiches „Arbeiten und Leben in Sundern“, Derzeit gebe es keine weiteren Zuweisungen durch die Bezirksregierung. Dennoch will die Stadtverwaltung die großen Unterkünfte (Dietrich-Bonhoeffer-Schule sowie die ehemaligen Grundschulen in Westenfeld und Endorf) weiterhin nutzen. „Uns ist es lieber, wenn die Unterkünfte mal einen Monat nicht voll belegt sind, als wenn wir wie 2015 und 2016 in Situationen kommen, in denen wir kaum wissen, wie wir die Menschen unterbringen sollen“, erklärte Urny. Deshalb beobachte man auch täglich das politische und wirtschaftliche Geschehen auf der Welt, um eventuelle Prognosen wagen zu können.
  • Katastrophenschutz: Nach dem Starkregen im vergangenen Juli setzte sich die Stadtverwaltung intensiv mit dem Thema Katastrophenschutz auseinander. Stephan Urny will nun die Bevölkerung auf die Eigenvorsorge für den Katastrophenfall aufmerksam machen. Auf der Website der Stadt sowie mit Flyern, die im Rathaus ausliegen, könne sich jeder umfassend informieren. Um finanziellen Problemen durch große Schäden bei Naturkatastrophen vorzubeugen, appellierte Brodel an die Bevölkerung, eine Elementarversicherung abzuschließen: „Wir sind hier kein klassisches Überflutungsgebiet, daher sollten die Tarife human sein.“

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