Tragik trifft Komik

Die realistische und intensive Schilderung in 'Die Asche meiner Mutter' beeindruckte die Teilnehmer des Buchgesprächs. Friederike Krajewski und Max Lehnert (Foto) hatten einige Ausschnitte aus dem Buch vorbereitet.

Beim jüngsten Buchgespräch in der Stadtbücherei stand die "Die Asche meiner Mutter" auf dem Plan — und fast alle Leser zeigten sich begeistert von diesem Buch.

Kann ein Vater seine Familie lieben, obwohl er sein Geld vertrinkt und seine Kinder deshalb hungern und unter unzumutbaren Wohnverhältnissen aufwachsen müssen? Ist Mutter Angela eine starke Frau, weil sie für ihre Kinder betteln geht oder ist sie schwach, weil sie nichts unternimmt, um von ihrem Mann loszukommen? Das waren drei von vielen Fragen, die sich die Besucher des dritten Büchergesprächs in der Stadtbibliothek stellten. Friederike Krajewski und Max Lehnert vom Förderverein der Stadtbücherei hatten einige Ausschnitte aus dem Buch und von der Hör-CD vorbereitet, aber schnell stieg man in eine Diskussion über die spannenden Aspekte des Werkes ein. Fast allen Anwesenden hatte das Buch sehr gut gefallen, es beeindruckte vor allem durch die realistische und intensive Schilderung einer armen, irischen, katholischen Kindheit, seine leichte Lesbarkeit und die Nähe von Komik und Tragik. Das nächste Büchergespräch wird sich mit den Büchern von Alan Bennett beschäftigen. Seine Werke "Die souveräne Leserin" und "Cosi fan tutte" begeisterten schon viele Leser mit ihrem typisch englischen Humor.

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