Kinder feiern "Comeback"

Turnhalle in Stockum ist wieder für den Schulsport freigegeben

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Die Viertklässler der St. Sebastian-Schule waren die ersten, die die Turnhalle in Stockum wieder für den Sportunterricht nutzen durften.

Stockum. Für die Kinder der St. Sebastian-Schule in Stockum fand am Montagmorgen nach langer Zeit der Sportunterricht wieder in der Turnhalle statt. „Am 11. Dezember 2015 war der letzte Tag, an dem die Schule hier ihre Sportstunde hatte“, erinnerte Stefanie Kückelheim von der Stadtverwaltung an die vor etwa eineinhalb Jahren nötige Zweckentfremdung. Die Stadt brauchte damals Unterkünfte für die immer wieder ankommenden Menschen auf der Flucht.

Sehr schnell räumten Mitglieder der Stockumer Feuerwehr und der ganzen Dorfgemeinschaft die Turnhalle leer. Die Sportgeräte wurden bei der Firma Drees in Dörnholthausen gelagert. Leichteres Sportmaterial wie die Matten, Bälle und Ringe kamen in den Speisesaal der Stockumer Schützenhalle. Denn den hatten die Schützen der Schule und den Sportvereinen zur Verfügung gestellt. Um den Speisesaal als Sportraum nutzbar zu machen, hatte der Schützenvorstand sogar in Eigenleistung einen neuen Korkboden verlegt. 

In der zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Turnhalle waren zwischenzeitlich etwa 10 Personen untergebracht. 30 bis 35 hätten – wenn nötig – darin Platz gefunden. Von Anfang an war klar: Nach dem Ende der Turnhalle als Notunterkunft soll ein neuer Boden verlegt werden. „Dank der Zurückstellung von 40.000 Euro konnten wir vor der Freigabe des Haushalts mit dem Einbau beginnen“, sagte Dominik Fehling, zuständig für Gebäudewirtschaft bei der Stadt Sundern. „Auch wenn die Abschlussrechnung noch nicht vorliegt, die Kosten für den neuen Schwingboden liegen auf jeden Fall unter 40.000 Euro“, war sich Dominik Fehling sicher. 

Ein Pluspunkt für den zügigen Einbau des Bodens sei auch gewesen, dass man nicht auf die Ferienzeit angewiesen gewesen sei. Erst am vergangen Freitag war die Abnahme des Bodens und der Sportgeräte durch einen Gutachter erfolgt. Schulleiterin Marion Will freute sich, dass nach dieser recht langen Zeit der Sportunterricht wieder in vollem Umfang stattfinden kann. Stefanie Kückelheim bedankte sich im Namen der Stadt Sundern noch einmal bei der Stockumer Dorfgemeinschaft für ihre Hilfe. Für die Schützen hat sich dabei noch ein kleiner angenehmer Nebeneffekt ergeben. „So lange er hält, wollen wir den Ersatzboden im Speisesaal behalten. Der ist nämlich viel wärmer als der eigentliche Fliesenboden“, weiß Ortsvorsteher Reimund Klute

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