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Über den Tod lachen?

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Alfred Gerhards, alias 'Globo' zeigt, dass 'totlachen' manchmal hilft.
Alfred Gerhards, alias 'Globo' zeigt, dass 'totlachen' manchmal hilft.

Alle Menschen haben Angst vor dem Tod, aber niemand kann ihm entrinnen. Warum sollte man ihn dann nicht mit Humor nehmen? Diese Frage stellte der Kommunikationstrainer und Clown Alfred Gerhards alias "Globo" in der Stadtbibliothek Sundern.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema Trauer, Tod und Totenkultur der St. Johannesgemeinde hatte der Förderverein der Stadtbücherei unter dem Titel "Das Lächeln am Fuße der Bahre" zu einem Vortragsabend ganz anderer Art geladen und etwa 30 Zuhörer aus Sundern und Arnsberg angelockt. Gerhards ist mit seinem außergewöhnlichen Programm schon häufig bei Hospizvereinen oder Bestattungsunternehmen aufgetreten und stieß damit zuerst auf Unverständnis.

Als ihn aber einmal eine todkranke Frau um einen Auftritt als Clown bat mit der Begründung "Wenn ich schon sterben muss, dann will ich mich wenigstens totlachen", wurde ihm bewusst, dass man sich dem schwierigen Thema auch von der humorvollen Seite nähern kann. Mit Anekdoten, Geschichten und skurrilen Todesanzeigen setzte er sich mit dem Thema zwar locker, nie aber geschmacklos auseinander. Dabei flossen viele persönliche Erfahrungen in das Programm ein. Selbst in vielen Todesanzeigen ist das Wort "Tod" tabu, es wird umschrieben mit "Heimgang", "Abschied für immer" oder "Verlassen". Dabei ist es gerade das Wissen um die Endlichkeit des Daseins, das die Menschen dazu bewegen müsste, das Leben als Ganzes auszukosten. Gerhards ermutigte die Anwesenden, ihre Zeit mit positiven und beglückenden Erfahrungen zu füllen und nicht aus Angst vor dem Ende das Leben zu verpassen.

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