"...und in der Mitte das Kind"

Die Hauptschule und die Beratungsstelle Sundern ruft auf zum Schulforum Erziehungspartnerschaft. Foto: Klemens Teipel

Hauptschule setzt auf Kooperation mit Eltern und Erziehungspartnern

Sundern. (kt)

"Wer sich umfassend informiert, miteinander redet und zusammenarbeitet, hat eine größere Chance, Erziehungsprobleme anzupacken und zu bewältigen." Mit diesem Aufruf wendet sich die Hauptschule Sundern an Eltern und Erziehungspartner, sich gemeinsam dem Tempo gesellschaftlicher Veränderungen zu stellen und den Kindern sichere Orientierungshilfe zu bieten.Die Hauptschule Sundern ebnete diesen Weg mit einem Forumsgespräch in der Aula und nahm sogleich eine erfreulich hohe Zahl interessierter Eltern mit in dieses "Neuland". Es ist in der Tat ein Neuland, das sich in unserer Zeit rasend schnell verändert. Und mitten drin sind die Kinder, umrieselt von Medien, deren Wirkungen sich oft als zweifelhaft erweisen und sehr schädigend auswirken.

Sunderns Hauptschule will die Kinder vor diesen Schäden bewahren. Sie hat mit ihrem Aufruf die Beratungsstelle Sundern, Martina Regniet und Michael Berens an ihrer Seite. Die Schule selbst war vertreten durch die Rektorin Karin Borggrebe (Hauptschule 2) und den kommissarischen Leiter der Hauptschule 1, Matthias Mörstedt. Die Technik bediente Konrektor Paul Schmitz.

"Diese Zeit wird sich für alle lohnen; denn Erziehung geht uns alle an." Mit dieser Begrüßung machte die Initiatorin Karin Borggrebe den Anwesenden Mut, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Sie zeichnete zunächst ein Bild heutigen Schulalltags, wo so manches Kind dem Sog der Medien erliegt. Verhaltensstörungen haben ihre Ursache meist in der von Hast getriebenen Gesellschaft. Die Schule möchte dem damit einhergehenden Werteverfall entgegentreten. Eine allgemeine Studie belege, dass 20 Prozent der Kinder bis zu 16 Jahren unter psychischen Störungen leiden. Borggrebe verwies auf eine Aussage des Kultusministers Horst Roselieb (Niedersachsen) anlässlich einer Tagung in Iserlohn: " Junge Menschen brauchen Orientierung. Um sich orientieren zu können, brauchen sie Wegweiser. Wir können ihnen helfen, indem wir klar und unmissverständlich Normen setzen und darauf achten, dass diese Normen auch eingehalten werden."

Lebenskompetenzen der jungen Menschen seien zu fördern und darauf hinzuwirken, dass ihre Persönlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt werde. Ihr Selbstbewusstsein ermögliche ihnen dann, auch die Persönlichkeit des Gegenübers zu respektieren. Klare Erkenntnisse, die den "Nagel auf den Kopf" treffen.

Der erste "Wegweiser" steht nun auch in Sundern. Die anschließende Diskussion zeigte hohe Bereitschaft, den Weg auf jeden Fall fortzusetzen. Schön und wichtig wäre es, wenn alle Eltern und Erziehungsberechtigte motiviert würden, Arbeitsformen zu bilden, die auch wirklich alle Risikofaktoren angehen. Die Schule ist jedenfalls dankbar für jedwede Rückmeldung. Also: Machen Sie mit. Der Weg lohnt sich - zum Wohle der Kinder und nicht zuletzt auch für eine gute Zukunft der sich stets wandelnden Gesellschaftsform.

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