Ursache möglicherweise ein internistischer Notfall

Unfall-Drama: Auto gerät in den Gegenverkehr - Polizistinnen reanimieren Fahrer (46)

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Nach einem Unfall auf der L519 in Stemel haben Polizistinnen einen Autofahrer reanimiert.

Stemel - Unfall-Drama in Stemel: Ein 46-jähriger Mann geriet mit seinem Auto in den Gegenverkehr. Polizistinnen befreiten ihn aus seinem Wagen und reanimierten ihn.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Feuerwehr am Dienstag gegen 22.35 Uhr auf der Stemeler Ortsdurchfahrt (L519) am Ortsausgang in Fahrtrichtung Hachen. Wie die Polizei berichtet, war zu diesem Zeitpunkt ein 46-jähriger Autofahrer aus Arnsberg in Richtung Hachen unterwegs, als er - möglicherweise wegen eines internistischen Notfalls - in den Gegenverkehr geriet. Dort kollidierte er mit dem Wagen eines 41-jährigen Mannes aus Sundern, in dem neben dem Fahrer zwei weitere Personen saßen. 

Weil in der Leitstellen-Alarmierung von einer eingeklemmten Person die Rede war, wurden neben dem Rettungsdienst und der Polizei auch die Feuerwehr-Einheiten aus Stemel, Hachen und Langscheid sowie ein weiteres Fahrzeug und der Einsatzleitwagen aus der Kernstadt alarmiert. 

Unfall in Stemel: Polizistinnen befreien Fahrer aus Auto

Ein Streifenwagen der Polizei war laut Feuerwehr zuerst an der Unfallstelle in Stemel. "In einem der am Unfall beteiligten Fahrzeuge fanden die beiden Beamtinnen der Polizei eine leblose Person hinter dem Steuer vor", heißt es im Feuerwehrbericht. Da der 46-jährige Mann im Fahrzeug eingeschlossen war, verschafften sich die Polizistinnen gewaltsam Zugang zum Fahrzeug, indem sie eine Seitenscheibe einschlugen. 

Die Feuerwehr war bei dem Unfall in Stemel mit 50 Kräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz.

Weil der Arnsberger laut Feuerwehr einen Kreislaufstillstand hatte, begannen die Beamtinnen umgehend mit der Reanimation. Weitere eintreffende Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unterstützten sie schließlich. "Nach einiger Zeit waren die Reanimationsmaßnahmen schließlich erfolgreich. Nach einer weiteren medizinischen Erstversorgung im Rettungswagen wurde die Person ins Krankhaus eingeliefert", teilt die Feuerwehr mit. Der 41-jährige Fahrer des anderen Autos sowie seine beiden Beifahrer blieben bei dem Unfall in Stemel unverletzt. 

Unfall in Stemel: L519 etwa eineinhalb Stunden gesperrt

Die Polizei prüfe nun, ob ein internistischer Notfall die Ursache für den Unfall gewesen sein könnte, wie Sprecher Holger Glaremin erklärte. Die Feuerwehr, die nach eigenen Angaben mit etwa 50 Kräften und sieben Fahrzeugen in Stemel im Einsatz war, stellte neben der Unterstützung des Rettungsdienstes den Brandschutz sichergestellt, leuchtete die Unfallstelle aus und sicherte die Einsatzstelle durch eine Vollsperrung der L519 ab. 

Die beiden beteiligten Autos mussten nach dem Unfall in Stemel abgeschleppt werden.

Die Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten dauerten laut Feuerwehr etwa bis Mitternacht, sodass die L519 zwischen dem Ortsausgang Stemel und dem Abzweig Lindhövel rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt war. Eine Fachfirma schleppte die beiden Unfallfahrzeuge ab. 

Ein weiterer Unfall mit Folgen ereignete sich am Mittwochmorgen an der A46-Anschlussstelle in Freienohl: Weil Autos die Fahrbahn blockierten, war eine Auffahrt zeitweise gesperrt. Für die Sunderner Feuerwehr war es der zweite große Einsatz am Dienstag: Am Sorpesee wurde ein zunächst vermisster Taucher tot aus dem Wasser geborgen - die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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