Unterricht mal anders – ”Ein Schuljahr = Eine Welt“

Sundern. (ola) Was passierte am 11. September? Aus welchem Land kommen Bananen und woher kommt Halloween eigentlich? – die Schüler der sechsten Klassen der Realschule Sundern wissen das. Jeden Dienstag warten zehn Schüler nach Schulschluss im Textilraum auf Archäologin Melina Struwe.

Archäologin Melina Struwe bringt Kultur in die Realschule

Im zweiten Jahr schon arbeitet Melina Struwe an Schulen im Rahmen des Landesförderprogramms „Kultur und Schule“. Einmal in der Woche stellt sie den Kindern ein neues Land vor. „Europa haben wir schon durch. Jetzt sind die Länder aus Südamerika dran“, sagte Melina Struwe. Das Projekt läuft unter dem Motto „Ein Schuljahr = Eine Welt“ – die Teilnahme für die Schüler ist freiwillig.

Kreativer und lebendiger Unterricht

Allerdings stehen dabei nicht Daten und Fakten im Vordegrund, wie im Unterricht sonst üblich. Aktuelle Ereignisse werden besprochen, es wird gebastelt, und es wird auch mal geschlemmt.

Zuletzt stand Kolumbien im Mittelpunkt. „95 Prozent unserer Bananen hier kommen von dort“, erklärte die „Kulturnanny“ ihren jungen Zuhörern. Passend dazu hatte Melina Struwe Bananen mit im Gepäck und die Zutaten für ein Bananen-Split. Nach einer kleinen Pause mit Eis ging es weiter. Auch über Themen wie Drogen oder Kinderarbeit redet Melina Struwe mit den Schülern.

Die Schüler sind begeistert von dem kreativen und lebendigen „Unterricht“ der Archäologin. „Wir haben auf Schiefertafeln geschrieben, einen Kürbis gebastelt und Laternen gebaut“, schwärmten sie. Die Laternen sind im Rathaus in Sundern ausgestellt.

Gespannt warten schon alle auf den kommenden Dienstag. Melina Struwe hat auch da bestimmt wieder eine kleine Überraschung geplant.

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