"Ich bin tierisch wütend"

Vandalen verwüsten das Kita-Gelände in Westenfeld

Das Spielzeug aus dem Gerätehaus haben die Täter auf dem gesamten Gelände verteilt.

Westenfeld. Großer Schock für die Kita in Westenfeld: Am vergangenen Wochenende haben Vandalen auf dem Außengelände der Einrichtung gewütet und dabei eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Das erzürnt nicht nur Kita-Leiterin Margret Schültke.

„Ich bin tierisch wütend und habe mich maßlos geärgert“, erklärt Schültke, die seit fast 45 Jahren in der Kita arbeitet. „Man baut sich da was auf und das wird einfach nur mutwillig zerstört.“ 

Auch den von Eltern erbauten Lehmofen haben die Vandalen mutwillig beschädigt.

Beim Füttern der Kita-Kaninchen am Sonntag hatte eine Familie den völlig verwüsteten Außenbereich vorgefunden. „Blumen und kleine Bäume und Büsche sind aus den Beeten und aus Kübeln gerissen worden. Tische und Bänke sind durch die Gegend geworfen worden. Der Hasenfreilauf und der Lehmofen sind massiv beschädigt worden. Das Gerätehäuschen ist aufgebrochen worden und das Spielzeug überall verteilt worden“, schildert Schültke das Ausmaß der Verwüstung. 

Davon war einen Tag zuvor noch nichts zu erkennen. Denn auch am Samstag habe die Familie für die Versorgung der Kita-Kaninchen gesorgt und dabei sei noch alles in Ordnung gewesen. Daher geht Margret Schültke davon aus, dass die Vandalen in der Nacht zum Sonntag gewütet haben müssen. „So was macht man nicht im Hellen. Und so was machen auch keine Erwachsenen“, meint die Kita-Leiterin. 

"Extrem ärgerlich und frustrierend"

Noch am Sonntag hat sie die Polizei verständigt und Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Große Hoffnungen auf einen Fahndungserfolg hat Schültke zwar nicht, sie wollte diesen Vorfall aber auch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen: „Da kommt wahrscheinlich eh nichts bei raus. Aber ich wollte das nicht einfach so hinnehmen.“ 

Großer Unmut über die Vorfälle herrscht auch beim Träger der Kita. „Es ist extrem ärgerlich und frustrierend, dass da einfach nur randaliert wurde“, sagt Berthold Assheuer, zuständiger Abteilungsleiter bei der Stadt Sundern. Zwar sei der materielle Sachschaden nicht allzu groß, es stecke aber viel Eltern-Engagement in den beschädigten Gegenständen. 

Inwiefern die Kosten für die Reparatur des Lehmofens und des Hasenfreilaufs von der Versicherung übernommen werden, ist noch nicht klar. Assheuer hat aber wenig Hoffnung: „Bei reinem Vandalismus bekommt man oft nichts.“ Und auch deshalb wünschen sich Stadt und Kita, dass die Täter ermittelt werden. „Vielleicht hat der ein oder andere doch etwas mitbekommen“, hofft Margret Schültke. 

Hinweise nehmen die Kita in Westenfeld (☎ 02933/4422) und die Polizei in Sundern (☎ 02933/90200) entgegen.

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