Absage an Planverfahren für Klinikerweiterung forciert 

CDU fordert Kompromiss in Langscheid 

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"Sowohl die Höhe als auch die Position des geplanten Baukörpers bedeuten einen massiven Einschnitt für das Ortsbild", argumentiert die CDU zu den aktuellen Plänen der Klinikerweiterung in Langscheid.

Langscheid. Die Erweiterung der Neurologischen Klinik Sorpesee in Langscheid beschäftigte bereits mehrmals die Kommunalpolitiker im Stadtentwicklungsausschuss. Auch am Donnerstag, 12. Dezember, landet das Thema erneut auf der Tagesordnung des Fachausschuss  (17.30 Uhr Ratssaal). Die CDU will eine Absetzung des Tagesordnungspunktes beantragen.

"Die Pläne zur Erweiterung der Neurologischen Klinik Sorpesee in Langscheid werden aktuell kontrovers und teils emotional diskutiert. In zahlreichen Ortsterminen mit politischen Vertretern und Anwohnern wurden die Pläne des Klinikbetreibers ausgiebig im politischen Raum erörtert. Im Ergebnis hatte der Fachausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Infrastruktur vor wenigen Wochen den eindeutigen Beschluss gefasst, dass eine Erweiterung der Klinik zwar wünschenswert sei, jedoch in einem verträglichen städtebaulichen Rahmen", schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. 

Für den Betreiber bedeute dies konkret, dass sein geplanter Baukörper in der Höhe verringert werden und um ca. 10 bis 15 Meter in Richtung Westen (zur Lindenstraße) hin verschoben werden müsse. "Dieser Forderung erteilte der Betreiber nur wenige Wochen nach der Beschlussfassung eine Absage. Stattdessen solle sich der Fachausschuss in dieser Woche erneut mit den bisherigen Plänen des Klinikbetreibers auseinandersetzen und ein entsprechendes Planverfahren eröffnen", erklärt die CDU weiter. 

CDU vermisst Kompromissbereitschaft

„Wir sehen hier aktuell keine ernstzunehmende Kompromissbereitschaft des Betreibers und werden deshalb eine Absetzung des Tagesordnungspunktes beantragen“, erklären CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Lange und Langscheids Ortsvorsteher Michael Pellmann. „Eine Befassung mit dem Thema oder gar ein Einstieg in ein Planverfahren kann erst erfolgen, wenn uns Pläne vorgelegt werden, die sich in dem vom Ausschuss festgesetzten Rahmen realisieren lassen“. Michael Pellmann fügt hinzu: „Sowohl die Höhe als auch die Position des geplanten Baukörpers bedeuten einen massiven Einschnitt für das Ortsbild und die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Klinik muss sich auch künftig in das Ortsbild von Langscheid einpassen, deshalb möchte auch ich unter diesen Voraussetzungen nicht in eine frühzeitige Beteiligung einsteigen“, so Pellmann weiter.

„Die Tür steht auch dann immer noch sperrangelweit offen, wenn wir nicht in dieses Planverfahren einsteigen“, sagt CDU-Ratsmitglied Heinz-Gerd Pötter. „Wir möchten eine verträgliche Planung, die sich Langscheid anpasst. Am Ende wird es ganz sicher einen Kompromiss geben, den alle mittragen können."

Auch sei die CDU-Fraktion dankbar, dass es bereits eine so dezidierte Planung des Gebäudekörpers gibt, die allerdings auch klar gemacht hat, dass es in der Größe und an der Stelle nicht funktionieren werde. 

„Wir gehen davon aus, dass der Klinikbetreiber noch einmal sein Gesamtkonzept anpasst und damit einen Einstieg in ein Planverfahren ermöglicht wird“, so die CDU-Fraktion. „Es ist ja auch jetzt bereits so, dass der vorhandene Bebauungsplan eine größere Erweiterung der Klinik zuließe – nur eben an anderer Stelle auf dem Klinikgelände“, zieht CDU-Pressesprecher Tim Hoffmann ein abschließendes Fazit.

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