Mit Volldampf in die neue Saison

Vor der herrlichen Kulisse der Karibik ging es mit vollen Segeln um den Sieg.

Mit Volldampf sind die Segler des Segel-Club Sorpesee Iserlohn (SCSI) in die neue Saison gestartet. Ein Sieg einer Crew in der Karibik und die Saison-Eröffnung der Kids standen zunächst auf dem Plan, erstes großes Highlight war aber zuletzt die Westdeutsche Meisterschaft der H-Boote auf der Sorpe.

Das Clubgelände des SCSI war jetzt bei der Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaft der H-Boote nicht wiederzuerkennen: 24 H-Boote aus ganz Deutschland und eines aus den Niederlanden wollten an Meisterschaft teilnehmen.

"Ein kleines organisatorisches Meisterwerk", wie Pressesprecherin Iris Bärwind meinte, denn zunächst mußten 20 Boote gekrant und zu Wasser gelassen werden, um dann vorübergehend an den Steg gelegt zu werden, den ein Großteil der Clubmitglieder mit ihren Booten zuvor geräumt hatte.

Es herrschte reges Treiben, und trotz des unangenehmen Wetters bei fast völliger Flaute ließen sich die Segler ihre gute Laune nicht verderben. Leider stellte sich der Wind allerdings auch im Laufe des Tages nicht ein, so dass am ersten Tag kein einziger Lauf gestartet werden konnte.

Am zweiten Tag mussten alle Segler mit ihren Booten morgens startbereit sein, aber noch immer unstete Winde erlaubten es der Wettfahrleitung erst gegen 13 Uhe, den Startschuss zur ersten Wettfahrt der Westdeutschen Meisterschaft der H-Boot Klasse abzugeben. An diesem Tag konnten dann zwei Wettfahrten gesegelt werden.

Auch am dritten Tag versuchte der Wind mit den Seglern zu spielen, und wieder konnte erst mit großer Verspätung gestartet werden. Nach den ersten beiden Läufen dieses Tages wurde die Regatta dann zunächst für eine Stunde unterbrochen, in der Hoffnung, dass der Wind danach wieder von West auf Nord drehen würde, und damit die Segelverhältnisse verbessern würde. Aber gleich der dritte Lauf mußte doch wieder nach der ersten Kreuz abgeschossen werden, weil der Wind unstet blieb. Trotzdem konnte später noch der vierte Lauf dieses Tages, der gleichzeitig der sechste der Wettfahrt war, gesegelt werden.

Gäste aus den Niederlanden siegen

Somit waren die nötigen sechs Läufe entgegen aller Erwartungen komplett und am Sonntag, der als Reservetag geplant war, musste nicht mehr gesegelt werden. Noch am Samstagabend wurde dann auch die mit Spannung erwartete Siegerehrung durchgeführt. Den ersten Platz belegte demnach das Team, das die Westdeutsche Meisterschaft gleichzeitig zu einer internationalen Meisterschaft machte: Hans Peulen, René Heijnen und Patrick Vrancken vom RRZV "Maas & Roer", die extra aus den Niederlanden angereist waren. Den 2. Platz belegte die Mannschaft von Burkhard Jakubeit mit Andrea Jakubeit und Andreas Dellwig vom Yachtclub Ruhrland Essen, den 3. Platz schaffte das Team von Daniel Jonkmanns mit Carsten Wegel und Titus Molkenbur vom Aachener Boots-club.

Sieg in der Karibik: Die Sorpesee-Crew um Skipper Margale startete zuletzt in der Karibik und belegte den ersten Platz bei der Antigua Sailing Week 2010. Nachdem es erst so aussah, als käme die Crew um Skipper Rüdiger Margale vom SCSI gar nicht erst bis Antigua, weil ihr Flug in die Karibik wegen des Ausbruchs des Eyjafjallajökull auf Island zunächst abgesagt worden war, konnten Rüdiger Margale und seine Crew, Ute Heimann (SCSI), Jürgen Bärwind (SCSI), Gabi Brügge (YCS), Markus Dicks (YCS), Bert Kaufmann und Andrea Stemmer nach vier Tagen doch noch fliegen und bei der Antigua Sailing Week mit der Beneteau Oceanis 473 namens "Grazzi" segeln. Bei Windstärken von 10 bis 20 Knoten erkämpfte sich die Mannschaft in diesem herrlichen Revier in blauestem Wasser und in Begleitung von einigen Delphinen den stolzen ersten Platz der Bareboat 1-Klasse.

Die Sorpe-Kids vom SCSI eröffneten jetzt bei Nieselregen und Windstille ebenfalls die Opti-Saison 2010. Von den Wetterbedingungen ließen sie sich allerdings nicht abhalten. Bei unangenehmen 9C und Nieselregen zogen die jüngsten Segler des SCSI ihre Optimisten samt Segelmaterial aus dem "Winterlager" und takelten auf.

Kleinen mussten paddeln statt segeln

Nach einer kurzen Theoriestunde war die Meute dann aber nicht mehr zu bändigen und wollte hinaus auf den See. In Begleitung der DLRG setzen sie dann die Segel und stachen in See, wobei sie bei der völligen Flaute, die am Donnerstag auf der Sorpe herrschte, zum gespielten Entsetzen der "großen" Segler, die Paddel benutzten.

Aber der Spaß sollte ja auf keinen Fall zu kurz kommen, und nachdem alles wieder ordnungsgemäß verstaut worden war, weihte die Gruppe den neuen Basketballkorb und die neue Tischtennisplatte des Clubs ein.

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