Sportlicher und kultureller Austausch

Volleyball-Delegation aus Shanghai gastiert eine Woche lang in Sundern

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Bei ihrem Besuch im Rathaus durfte sich die Delegation der Shanghai Sports School ins goldene Buch der Stadt Sundern eintragen.

Sundern/Langscheid. Sport verbindet Kulturen: Zwölf junge Volleyballerinnen der „Shanghai Sports School“ verbringen derzeit eine Austausch-Woche in Langscheid am Sorpesee. Bürgermeister Ralph Brodel, Vertreter des RC Sorpesee, der Freien Schule am See sowie prominente Persönlichkeiten aus dem Leistungssport nahmen die chinesische Delegation am Montag im Rathaus der Stadt Sundern feierlich in Empfang. Neben dem sportlichen Aspekt stehen der kulturelle Austausch sowie die Intensivierung der deutsch-chinesischen Freundschaft im Mittelpunkt des Besuches aus Fernost.

„Nice to meet you in Sundern“, begrüßte der Bürgermeister die weit gereisten Gäste. „Welcome to our lovely small city.“ Zudem betonte Ralph Brodel die hohe Bedeutung des Besuchs für die Stadt sowie der ganzen Region: „Es ist eine große Ehre für uns und ein außergewöhnliches Ereignis, dass Sie aus der riesigen Stadt Shanghai ausgerechnet in unserem eher kleinen Sundern zu Besuch sind. Das zeigt deutlich, welch großen Stellenwert der Volleyballsport dank unserem RC Sorpesee hier mittlerweile hat.“ 

Die Delegation aus dem fernen China besteht aus zwölf Spielerinnen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie dem Vizepräsidenten der Shanghai Sports School Peng Zhiyuan, zwei Trainern, einer Mannschaftsärztin und einer Dolmetscherin. Bei dieser Maßnahme, die in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW, dem westfälischen Volleyball-Verband und dem Landesleistungsstützpunkt Volleyball in Sundern stattfindet, verbringt das chinesische Team bis zum kommenden Sonntag eine Woche im Hotel Lindenhof in Langscheid. 

"Vorbildliches Engagement des RCS"

Neben gemeinsamen Trainingseinheiten mit den Volleyball-Mädels vom RCS sowie auch Schülern in der Sporthalle der Freien Schule am See stehen gemeinsame Aktivitäten und die interkulturelle Begegnung im Vordergrund, die auf Ausflügen, wie etwa nach Köln und Münster, sowie bei der Besichtigung der Sorpetalsperre vertieft werden soll. Am morgigen Donnerstag, 14. September, werden sich die beiden Teams der Shanghai Sports School und des RC Sorpesee zudem zum „Kräftemessen“ bei einem Testspiel in der Sporthalle in Sundern gegenüberstehen. 

Die RCS-Vorsitzende Ute Schlecht, die diesen Austausch gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Vereins erst möglich gemacht hatte, war vom ersten Training der Athletinnen aus Shanghai zutiefst beeindruckt: „Diese Mädels sind größtenteils erst vierzehn und einige davon doch schon für ihr Alter von sehr großer Statur. Die bringen reichlich Power und zudem sehr viel Disziplin auf den Platz mit. Ich bin schon sehr gespannt auf das Match.“  

Dass so ein Austausch selbstverständlich nicht ohne finanzielle Unterstützung zustande kommen kann, betonte Bernd Janssen vom Westdeutschen Volleyball-Verband: „Neben den Geldern sind zwei weitere wichtige Tugenden ausschlaggebend: Zeit und ehrenamtliches Engagement. Das funktioniert beim RC Sorpesee vorbildlich. Was hier bezüglich der Talentförderung im Volleyball in den letzten Jahren auf die Beine gestellt worden ist, ist äußerst beeindruckend. Zudem merkt man hier, dass Stadt und Verein prima Hand in Hand arbeiten. Daher freue ich mich, dass der Verein erneut verdientermaßen den Status als Landesleistungsstützpunkt erhalten hat.“

"Innerer Schweinehund" als Gastgeschenk 

Dem konnte sich Gisela Hinnemann, Vizepräsidentin des Landessportbundes NRW, nur anschließen: „Sundern ist zweifelsohne eine interessante Sportstadt. Der Landessportbund hat für diese Maßnahme zwar die Organisation und Finanzierung übernommen, doch mein großer Dank gilt allen, die das Projekt mit viel Leidenschaft unterstützen. Nachdem 2012 in Shanghai die ersten Kontakte geknüpft worden sind – inklusive unvergesslicher Erlebnisse – und 2015 der erste Austausch in Köln stattgefunden hat, steht nun die Stadt Sundern im Mittelpunkt. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, voneinander zu lernen.“ Als Gastgeschenk überreichte Hinnemann den chinesischen Gästen ein Stofftier mit Symbolcharakter des Gastgeberlandes, einen „inneren Schweinehund“. 

Vizepräsident Peng Zhiyuan bedankte sich im Namen der Shanghai Sports School für den herzlichen Empfang und brachte den besonderen Wert des Austausches zur Sprache: „Es freut uns sehr, hier im schönen Sundern zu Gast sein zu können, doch leider haben wir nur wenige Tage.“ Zum Abschluss der feierlichen Begrüßung erfolgte dann der Eintrag aller Akteure der Gastdelegation in das Goldene Buch der Stadt Sundern: „Ein absolutes Highlight für unsere Stadt, wir können stolz darauf sein“, betonte Bürgermeister Ralph Brodel.

Bernd Janssen, Vizepräsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, überreichte Ute Schlecht, Vorsitzende des RC Sorpesee erneut die Zertifizierung zum Landesleistungsstützpunkt für Volleyball.

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