Achterbahnfahrt der Gefühle

Blaue Wand peitscht den RC Sorpesee zum Sieg

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Mit viel Schwung erreichten die Volleyballerinnen des RC Sorpesee genügend Punkte für einen 3:2-Sieg.

Langscheid/Sundern. Als der letzte Aufschlag der Gäste aus Aligse über die Grundlinie ins Aus auf Seiten der Sauerländerinnen vom RC Sorpesee segelte, Michelle Henkies die Fäuste ballte und mit ihren Mannschaftskolleginnen in einer Jubeltraube zusammenkam und den 3:2-Erfolg der Gastgeberinnen gegen den erwartet harten Brocken aus Hannover besiegelte, hielt es schon lange niemanden mehr auf seinen Sitzen im Schulzentrum Sundern.

Mit einer wahren Energieleistung rang das junge Team vom See um ihre am Ende restlos ausgepumpte Spielführerin Kirsten Platte das Ensemble aus Hannover nieder und die BlaueWand im Schulzentrum setzte ein Zeichen der Extraklasse. Den gesamten fünften Satz verbrachten die Supporter vom Sorpesee im Stehen.

Der erste und der dritte Satz standen dabei im Zeichen eines energischen und druckvollen RCS, der den Gästen aus Niedersachsen den Stand in Annahme und Abwehr maximal schwer machte. Ob über Leonie Hoffmann, Katharina Schallow oder Kirsten Platte über Außen, Franziska Finke und Vanessa Vornweg über die Mitte oder Kim Spreyer über Diagonal, Zuspielerin Lara Drölle fand auf allen Position Abnehmerinnen für ihre Bälle. Einem ausgeglichenen Beginn in Satz 1 folgte ein unwiderstehlicher Antritt der Gastgeberinnen zur 1:0-Satzführung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste konterte der RCS mit einem aufmerksamen Block beim 24:23 zur 2:1-Satzführung. Es war ein Moment,  an dem mit der Unterstützung von der Tribüne wohl sogar ein Dreier in Reichweite gewesen wäre. Dass es anders kam, lag an der Klasse der Gäste um ihren umsichtigen Trainer Matthias Raschke.

In den Sätzen 2 und 4 gaben fast ausschließlich die Gäste um ihre MVP-Zuspielerin Lena Onnen den Takt im Schulzentrum an. Eine super solide Annahme und schier unfassbare Abwehraktionen zeichneten das Spiel der Sportfreunde aus und brachten die jungen RCS Mädels auf der anderen Seite an den Rand der Verzweiflung. Dass es um das Nervengerüst der Damen vom See nach dem gebrauchten Tag in Ostbevern immer noch nicht gut bestellt war, zeigten die Geschehnisse auf dem Court. Aligse nutzte das Plus an Erfahrung und blieb auch in den kritischen Situationen ruhig. Coach Raschke fand immer wieder die richtigen Worte und Ideen, um dem Spiel die erhoffte Wendung zu bringen und nach zwei souveränen Sätzen stand es nach 100 nervenaufreibenden Minuten 2:2. Alles auf null und ein Plus an Momentum für die Gäste.

15 Minuten lange Performance  von der Tribüne

Da bedurfte es der Zusatzpower von Hallensprecher Kevin Mattig und DJ Jannik Hoffmann, die gemeinsam mit der Tribüne ein ganz besonderes Erlebnis für Fans und Team kreierten. 15 Minuten dauerte Satz 5 und 15 Minuten stand die gesamte Tribüne des Schulzentrums klatschend und trommelnd auf ihren Plätzen und Bänken. Die Performance der Tribüne hatte nicht nur die tiefe Verneigung von Trainer Julian Schallow und Co-Trainer Linus Tepe nach dem Spiel zur Folge, auch das Tief der Sorpesee Mädels schien augenblicklich zu weichen. Über 5:9 und 12:6 setzte sich das wie aufgedreht spielende RCS-Team ab und die Fans ließen kein bisschen nach, bis beim 15:7 die zwei nächsten Punkte der Saison auf dem Konto des RCS gelandet waren.

So wanderte am Ende des Spiels der MVP Award von Aligse Trainer Matthias Raschke zur RCS Diagonalen Kim Spreyer und er setzte damit ein ganz besonderes Zeichen. War es doch gerade diese junge RCS Akteurin, die in Satz 2 derart mit sich haderte, dass mit Bonnie Bastert die jüngste auf dem Feld in die Bresche springen musste und versuchte sofort im kalten Drittligawasser zu schwimmen. In Satz 5 aber war dann Spreyer zurück im Verbund mit RCS Regisseurin Lara Drölle, die rechtzeitig zum Finale ihre Zauberfinger gerichtet hatte und in die letzten fünf Pässen des Spiels zeigte, wohin der Weg des RC Sorpesee in Zukunft führen kann. 

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