Das Warten hat ein Ende

Volleyballerinnen des RC Sorpesee: Startschuss zum Projekt 2. Liga gefallen

Sundern - Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee können nach dem Aufstieg in die 2. Liga in der Saison 2014/2015 auf eine Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus hoffen. Denn am Ende der vergangenen Woche entschied der Deutsche Volleyball-Verband, dass - wie in der Dritten Liga West der Frauen - bei klarer Tabellensituation das führende Team als Regelaufsteiger festgelegt wird. Und da der RC Sorpesee seit Oktober 2019 die Tabelle anführte und 8 Punkte Vorsprung auf Platz 2 hat, stehen die Tore zur 2. Liga nun offen.

Doch ganz so einfach ist es nicht: "Wir haben noch einige Hausaufgaben zu erledigen", weiß Linus Tepe, der als Teammanager die Lizensierung intensiv mitverfolgt. "Neben der Zusammensetzung eines schlagkräftigen Kaders heißt das vor allem: Zahlen wälzen, Etat aufstellen und und und", gibt Tepe einen kleinen Einblick in die Herausforderungen. "Wir kommen in die 2. Stufe des Masterplans der VBL, da gibt es höhere Anforderungen an uns als beim letzten Mal", sieht auch Ute Schlecht, Vorsitzende des RCS, einige Hürden, die noch übersprungen werden müssten.

In einem ersten Schritt werde der Etat der 1. Mannschaft auf mögliche Einsparpotentiale durchforstet. "Die aktuelle Situation zwingt uns, einen konservativen Haushalt aufzustellen, der seriös durchfinanziert ist", so Schlecht. Dies erfordere, enger zusammenzurücken. "Wir sehen aktuell in der Gesellschaft: Wenn es drauf ankommt, stehen wir füreinander ein und halten solidarisch zusammen. Dies kann ein Modell auch für uns sein: Jeder kann helfen. Ein Aufstieg wäre auch eine tolle Werbung für die ganze Region", weiß Tepe zu berichten.

Bis in den Mai herein hat der Verein nunmehr Zeit, die Herausforderungen zu meistern. Erst zum 15. Mai müssen die notwendigen Unterlagen bei der VBL in Berlin vorliegen. "Wir hoffen, dass Verein, Sponsoren, Umfeld und alle Sportbegeisterten gemeinsam eine so starke Leistung erbringen wie unsere Mädels über die ganze Saison", ruft auch Julian Schallow zu einem gemeinsamen Kraftakt auf.

"Ein riesiger Jubelschrei"

Und wie haben die Spielerinnen die Entscheidung aufgenommen? "Ich habe es nicht mehr ausgehalten. Dieses Warten. Schrecklich. Aber als dann die gute Nachricht kam, gab es bei uns daheim einen riesigen Jubelschrei", gab Kapitänin Kirsten Prachtel Einblick in ihr Seelenleben nach dem abrupten Ende der Spielzeit. Jetzt hoffe das Team, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus stark einschränke und zurückgehe, um demnächst in die Vorbereitung in die neue Saison zu starten. "Wenn Julian zur ersten Trainingseinheit ruft: die Laufschuhe stehen bereit", so die beste Spielerin der beendeten Drittliga-Saison (9 Punkte in der MVP-Wertung der Liga).

Bis dahin aber müssen sich die Spielerinnen, die sonst viel Zeit miteinander bringen, auf den digitalen Austausch beschränken. Denn natürlich halte sich das Team an die Vorgaben und Empfehlungen der Mediziner und Behörden. "Gerade unseren Altersgenossen rufen wir zu: verzichtet auf soziale Kontakte. Auch wenn es schwer fällt: Nur wenn wir uns jetzt für einen gewissen Zeitraum zurückhalten, werden wir gemeinsam diese Pandemie bekämpfen können", so Prachtel.

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