Regelbusverkehr „sozusagen über Nacht“ eingestellt

Vollsperrung sorgt für Unmut: Maßnahme an L519 dauert wohl bis Ende Oktober

Vollsperrung Endorf Maßnahme Böschungsabrutsch unterspülte Fahrbahn
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Wegen eines Böschungsabrutsches sowie einer unterspülten Fahrbahn ist die L519 zwischen Endorf und Recklinghausen aktuell gesperrt.

Durch die Starkregenereignisse im Juli ist es in einem Teilbereich der Landstraße L519 zwischen Endorf und Recklinghausen zu einem Böschungsabrutsch sowie einer Unterspülung der Fahrbahndecke gekommen. Nachdem die Straße zunächst einseitig gesperrt wurde, ist nun aufgrund der Vergrößerung der Schadenstelle durch weitere Niederschläge aus Sicherheitsgründen eine Vollsperrung eingerichtet worden, die voraussichtlich bis Ende Oktober andauern wird. 

Endorf/Recklinghausen – Zu dem aktuellen Stand äußerte sich am Donnerstag Isabell Strietholt vom zuständigen Straßen.NRW: „Begutachtung sowie Planung sind inzwischen abgeschlossen. Somit können die Baumaßnahmen zur Wiederherstellung in Kürze starten. Dafür werde man kurzfristig ein Tiefbauunternehmen beauftragen.“

Dass durch die Vollsperrung auch der Regelbusverkehr „sozusagen über Nacht“ eingestellt worden war, hatte bei einigen Recklinghauser Einwohnern heftige Kritik ausgelöst.

Wegfall des Schulbusverkehrs & Beförderung von älteren Menschen ohne eigenen Pkw

Vor allem der Wegfall des Schulbusverkehrs und auch der Beförderung von älteren Menschen ohne eigenen Pkw hätten massive Probleme bereitet. Auf Anfrage des SauerlandKurier äußerte sich Martin Hustadt, Sunderns Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Familie, darüber, was die Stadtverwaltung für kurzfristige Alternativen – zumindest für die betroffenen Schülerinnen und Schüler – eingerichtet hat: „Die Stadt hat auf diese Missstände und Beschwerden seitens der Eltern reagiert und Lösungen gefunden. Wir prüfen zur Zeit, ob gegebenenfalls durch den Einsatz von Ehrenamtlichen zusätzlich die Fahrten sichergestellt werden können, oder ob andere Lösungen gefunden werden können.“

Information aus dem Fachbereichsbüro

So heißt es in einer Information aus dem Fachbereichsbüro zum aktuellen Stand der Schülerverkehre für Kinder und Jugendliche aus Recklinghausen:

  • Die Schüler aus Recklinghausen, die die Grundschule in Stockum besuchen, werden zur Zeit mit einem Taxi gefahren. Die Kosten trägt die Stadt Sundern.
  • Ein Schüler mit gesundheitlichen Einschränkungen, wird ebenfalls mit einem Taxi zu Lasten der Stadt Sundern zum Bildungshügel in Sundern gefahren. Hier wird aber noch geklärt, ob gegebenenfalls die Krankenkasse Kosten übernehmen muss.
  • Die übrigen Schüler aus Recklinghausen, die eine der drei weiterführenden Schulen auf dem Bildungshügel besuchen, haben keinen Anspruch auf Übernahme der Fahrkosten, da nach der geltenden Schülerfahrkostenverordnung in der Sekundarstufe 1 nur dann ein Anspruch auf Übernahme von Fahrkosten besteht, wenn die Wohnung mehr als 3,5 Kilometer von der nächstliegenden Schule entfernt liegt.
  • Die Eltern der betroffenen Schüler haben laut Kenntnisstand des Fachbereichsbüros bisher Monatskarten für den ÖPNV selbst finanziert. Es wird davon ausgegangen, dass das Verkehrsunternehmen die Tickets für die Zeit erstattet, in denen die Buslinie von Recklinghausen nach Sundern nicht betrieben werden kann.

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