Weihbischof gratuliert zum Jubeljahr in Allendorf

Am Altar der St. Antonius-Einsiedler-Kirche segnete Weihbischof Matthias König die Allendorfer Titularstädter. Foto: Klemens Teipel

Patronatsfest macht den Anfang — "Gemeinschaft stärken"

Allendorf. (kt)

Vor 600 Jahren war es der Kölner Erzbischof und Kurfürst Friedrich III. von Saarwerden, der Allendorf Stadtrechte verlieh. Der bischöfliche Segen zum Jubeljahr kam nun aus Paderborn durch Weihbischof Matthias König.Landeshoheit und Diözesangrenzen haben sich im Laufe der Jahrhunderte verschoben. Die Stadtrechte sind erloschen, jetzt geht's um die Ortsgeschichte und die Tradition. Der Verein "Fickeltünnes — 600 Jahre Stadt Allendorf" hat das Jahr 2007 dazu vorbereitet, das mit dem Patronatsfest noch am Anfang steht. Um auch diesem kirchliche Aufwertung zu geben, beehrte Weihbischof Matthias König, selbst Sauerländer, Allendorf mit seinem Besuch und der Feier eines Pontifikalamtes.

Neben festlichem Orgelspiel begleitete der Musikverein die Feier. Alle Vereine boten ihre Fahnenabordnungen auf. Die Gemeinde füllte das Gotteshaus. Pfarrer Friedrich Taprogge begrüßte den hohen Gast aus Paderborn, der seinerseits Freude und enge Bindung ans Sauerland bekundete. In seiner Predigt betonte er, das Jubiläumsjahr gebe eine gute Chance, die Gemeinschaft am Ort zu stärken. Das Leben sei auch auf dem Lande nicht mehr so eingeschränkt wie ehedem. Eine heile Welt gebe es höchstens noch in kleinen Reservaten. So kam er dann auch auf die Notwendigkeit der Pastoralverbünde zu sprechen. Sie böten den Vorteil, in größeren Räumen zu denken. Glaubensbekundungen dürften jedoch nicht zur Folklore werden. Aber der Bischof gab gute Hoffnung, da der Glaube im Staat wie in der Gesellschaft tief verankert sei.

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