2020 wird 1000er-Grenze geknackt

Zu wenige Kita-Plätze: Sundern ist auf Tagesmütter angewiesen

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Trotz Rekordzahl gibt es in Sundern ab Sommer nicht für jedes Kind einen Kita-Platz.

Sundern. Bei der Monatspressekonferenz im Rathaus der Stadt Sundern nannte Martin Hustadt, Leiter des Fachbereichs Bildung, Jugend und Familie, eine Rekordzahl nennen: Ab dem Jahr 2020 stehen dem Stadtgebiet 1005 Kita-Plätze zur Verfügung. Geknackt werde die 1000er-Grenze durch den Bau der neuen Kindertagesstätte in der Settmecke, die zum Januar 2020 eröffnet werden soll.

Aber: „Anhand der neuen Anmeldezahlen fehlen zurzeit noch 160 Kindergartenplätze“, erklärte Haustadt. 77 freie Plätze gäbe es für das kommende Jahr noch, darin enthalten seien die 62 Plätze die durch den Bau der neuen Kita entstünden. Rein rechnerisch blieben im kommenden Jahr 69 Kinder ohne Kita-Platz. Bis auf eines seien alle unter drei Jahren. Durch Zu- und Wegzug werde sich diese Zahl aber noch ändern. 

„Die Kindergärten verteilen ihre Plätze eigenständig“, erklärte Hustadt. Daher werde man mit den Eltern, für deren Kinder kein Betreuungsplatz gefunden werde, in Kontakt treten und versuchen mit Hilfe von Tagesmüttern die Versorgung zu sichern. Derzeit arbeiten 30 Tagesmütter für den Betreuungsbedarf von Kindern aus Sundern, sechs davon seien in Arnsberg ansässig. Diese Plätze würden von Eltern genutzt, die in Arnsberg arbeiten oder der Arbeitsweg dort entlangführe. „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Tagesmüttern oder auch Vätern“, erklärte Martin Hustadt. Benötigte Qualifizierungskurse bietet die Stadt dazu an. 

Neue Kita soll im Januar 2020 fertig sein

Dass trotz des Angebotrekords an Kita-Plätzen der Bedarf immer noch nicht voll gedeckt werden könne, begründe sich auch der bisherigen Annahme von einem Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren von 30 bis 40 Prozent. Tatsächlich liege der Bedarf aber inzwischen bei über 50 Prozent, so Hustadt. 

Mit der pünktlichen Fertigstellung der neuen Kita bis Anfang Januar 2020 rechnet der Fachbereichsleiter ganz fest. Der Kooperationsvertrag mit der Caritas als Träger sei fast fertig, der Erbbauantrag mit dem Investor und der Stadt stehe kurz vor dem Vertrag, gleichzeitig liefen die Vorbereitungen des Bauantrags. Wenn alle Unterschriften geleistet seien könne man nach etwa sechs Wochen mit dem Bau beginnen. Nach zehn Monaten, so habe der Investor zugesagt, solle die Kita stehen.

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