"Alles wird in Eigenleistung erbracht"

Werner Friedhoff über den Stand der Arbeiten am Westenfelder Jugendraum

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Werner Friedhoff präsentiert die Urkunde, die den Jugendraum als Leader-Projekt ausweist.

Westenfeld. Im den Räumen des Westenfelder Kindergartens wird seit einiger Zeit fleißig gewerkelt: Aus einem ehemaligen Raum für die Übermittags-Betreuung wird ein Jugendraum. Diesen hatten sich die Jugendlichen aus dem Sunderner Ortsteil Anfang 2016 bei einer Dorfkonferenz gewünscht. Mit Werner Friedhoff, der das Leader-geförderte Projekt federführend begleitet, sprach der SauerlandKurier über den aktuellen Stand der Dinge.

Herr Friedhoff, wie ist die Initiative zu diesem Jugendraum entstanden? 

Friedhoff: „Im März 2014 veranstaltete das Zentrum für ländliche Entwicklung im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW in Düsseldorf einen Workshop, in dem es unter anderem um die Zukunftsgestaltung der Dörfer im Sauerland ging. Sechs Personen aus Westenfeld nahmen daran teil. Daraus entwickelte sich eine Dorfwerkstatt. bei der sich herausstellte: Es fehlt ein Jugendraum in Westenfeld. Da die geschlossene Grundschule bis auf unbestimmte Zeit als Flüchtlingsunterkunft dient, fanden wir in den unteren Räumen des Kindergartens eine zeitnah zu realisierende Lösung.“ 

Wie kamen Sie auf die Idee, aus dem Bau des Jugendraums ein Leader-Projekt zu machen? 

Friedhoff: „Als erstes unternahm der ‘Arbeitskreis Jugendraum’ gewinnbringende Aktivitäten. Es wurden Waffeln beim Autohaus Hoffmann gebacken, auf dem Stadtfest boten wir Spanferkel und Prager Schinken an und organisierten einen Sponsorenlauf beim Sportfest des SuS. Im Februar 2016 erhielt der Ortsring Westenfeld im Jugendhilfeausschuss der Stadt Sundern die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe. Nachdem wir eine Kostenaufstellung und einen Finanzierungsplan eingereicht hatten, gewährte uns die Stadt Sundern einen Zuschuss von zehn Prozent der Gesamtkosten, das waren 2400 Euro. Die Sparkasse spendete uns 1000 Euro, die Bürgerstiftung Sundern 500 Euro und die CDU Westenfeld stellte ihren Anteil von Reingewinn des Dorfjubiläums in Höhe von 1000 Euro zur Verfügung. Weitere 2500 Euro spendete das Westenfelder Autohaus Hoffmann. Den Jugendraum als Leader-Projekt anzumelden, darauf kamen wir durch einen im März 2016 im Sauerlandkurier veröffentlichten Artikel. Darin ging es um einen Fördererlass für die Leader-Region. Schon im April reichten wir den umfangreichen ‘Steckbrief’ des Projekts Jugendraum ein. Im Februar konnten wir aufgrund der Bewilligung des vorzeitigen Baubeginns beginnen. Mit einem Schreiben vom 4. Mai liegt uns jetzt die vollständige Bewilligung des Leader-Projektes mit einem Förderbescheid von 17.875 Euro vor.

Fertigstellung im Juli geplant 

Wie wird der Zukünftige Jugendraum aussehen?

Friedhoff: Ein großer Raum im Untergeschoss des Kindergartens wurde zweigeteilt. Die eine Hälfte wird weiterhin für die Übermittags-Betreuung der Kindergartenkinder genutzt, die andere Hälfte wird gerade zum Jugendraum mit Küchenzeile, Sitzgelegenheiten und mit Beamer und Leinwand umgebaut. Dann gibt es einen Vorraum. Hier haben wir gerade ein Garagentor gegen eine Glas-Eingangstür ausgetauscht. In diesem Raum wird entweder ein Kicker oder ein Billardtisch stehen. Dahinter ist ein weiterer Raum, in dem die Toiletten untergebracht werden. 

Wie wird der Umbau gestemmt? 

Friedhoff: Das wird alles in Eigenleistung erbracht. Ich habe eine Liste erstellt, auf der sich jeder einträgt, der zu den jeweiligen Terminen geholfen hat. Es sind alles junge Leute. Der Jüngste ist gerade mit zur Kommunion gegangen. 

Welche Aufgaben haben Sie beim Projekt „Jugendraum Westenfeld übernommen? 

Friedhoff: Zu meiner Zeit als Ortsvorsteher von Westenfeld habe ich das Projekt mit auf den Weg gebracht, deshalb habe ich mich bereiterklärt, es bis zum Schluss zu begleiten. Weil einer ja die Schlüsselgewalt haben muss, bin ich bei allen Arbeitseinsätzen dabei. 

Wann ist denn mit der Fertigstellung des Jugendraums zu rechnen? 

Friedhoff: Ich denke, wir werden im Juli mit dem Umbau fertig sein und können ihn dann mit einer großen Feier einweihen.

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