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Eine Vision wird Wirklichkeit

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Franz-Josef Rogoll und Marlen Winkler vom Stadtmarketing sowie Bürgermeister Detlef Lins stand die Freude über den Erfolg ins Gesicht geschrieben. Foto: Gaby Decker
Franz-Josef Rogoll und Marlen Winkler vom Stadtmarketing sowie Bürgermeister Detlef Lins stand die Freude über den Erfolg ins Gesicht geschrieben. Foto: Gaby Decker

"GastWelten", eine Idee des Stadtmarketings in Sundern, wurde jetzt beim Wettbewerb "Erlebnis.NRW" des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Umweltministeriums des Landes NRW als Gewinnerprojekt ausgezeichnet.

Die Jury stufte das Konzept sogar als so innovativ ein, dass es bei erfolgreicher Umsetzung auf ganz NRW ausgedehnt werden soll. "Für Sundern bedeutet das, dass neue touristische Konzepte in Zukunft "made in Sundern" sein werden", so Franz Rogoll, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft in Sundern.

Das Sunderner Konzept, völlig neu in seiner Art, wird den Hotelier oder Gastwirt künftig direkt spüren lassen, wie es ist, in seinen Gasträumen zu sitzen, zu hören, zu schmecken und ein Wohlgefühl zu entwickeln oder auch nicht. Dies geschieht in einer Art "Black Box". In einem noch zu erstellenden Gebäude wird mittels Projektoren und Lautsprechern die Atmosphäre des eigenen Restaurants geschaffen. Zunächst werden dazu 3D-Aufnahmen von den Örtlichkeiten des heimischen Betriebes gemacht, dazu werden die ständig vorkommenden Geräusche aufgenommen. Dies alles wird dem Eigentümer dann in einem Raum mit weißen Wänden vorgespielt. Durch die Projektion erhält dieser einen Eindruck davon, wie es ist, sich in seinem Lokal aufzuhalten.

Idee: Wirte sind zu Gast bei sich selbst

Er sieht sein Lokal mit den Augen des Gastes. Um das Ganze perfekt zu machen, bekommt er noch ein Gericht seiner eigenen Speisekarte serviert. In dieser Atmosphäre kann er, unterstützt von Experten, alles verändern, neue Ideen entwickeln, sehen, was machbar ist und so zu einer Lokalität kommen, die den Ansprüchen der jeweiligen Gäste genügt und sie überzeugt. Es ist zum Beispiel möglich, die Zimmer neu einzurichten oder eine neue Service- oder Marketingideen zu entwickeln.

Die Gesamtfinanzierung beläuft sich auf 3.150.000 Euro Die angestrebte Förderung umfasst 2.520.000 Euro. Der Rest wird von Partnern übernommen. Städtische Mittel werden für das Projekt nicht gebraucht. Ein Grundstück für das Bauvorhaben wird von der Stadt Sundern kostenfrei übergeben.

Neben den technischen Möglichkeiten, die "GastWelten bietet", wird mit den Betrieben eine Zielgruppen- und Marktanalyse erstellt. Gastronomie- Küchen- und Eventkonzept werden mit den Gastronomen entwickelt. Beim Übernachtungskonzept kann Marlen Winkler vom Stadtmarketing den Rat geben "Schlaft einmal in euren Räumen, dann kommt ihr am ehesten dem auf die Spur, was der Gast noch braucht".

"Mit Motivation steht und fällt ein Betrieb"

Wichtig in diesem Konzept sind auch die optimal aufgestellten Führungskräfte sowie eine hohe Mitarbeitermotivation. "Mit der Motivation der Mitarbeiter steht und fällt ein Betrieb", erläutert Winkler.

Eine besondere Position in diesem Konzept nimmt der Existenzgründerfond ein. Aus diesem Fond, der von "GastWelten" initiiert wird, werden Einsteiger unterstützt. Auch hier geht es um die Motivation, dass "Wirt" sein nicht nur viel Stress und Arbeit bedeutet, sondern auch viel Spaß machen kann. Der kreativen Idee soll somit der Geldmangel nicht im Wege stehen.

Komplettiert wird der Beitrag "GastWelten" durch den gekoppelten Wettbewerbsbeitrag des Sauerlandtourismus e.V. Hier wird in der Zukunft Hand in Hand gearbeitet werden. Bürgermeister Detlef Lins: "Ich bin sehr stolz, dass das hier bei uns passiert".

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