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WISU ruft zum Widerspruch auf

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Die Partei WISU ruft in einer Pressemitteilung zum Widerspruch gegen die Pläne der Bezirksregierung auf, im Stadtgebiet Sundern weit über 100 Windkraftanlagen zu realisieren.

Mit einer geplanten Fläche, die 169 Windkraftanlagen Raum bieten soll, sei Sundern für die Bezirksregierung der Standort Nummer eins im gesamten Planungsbereich. Derzeit legt die Bezirksregierung den Regionalplan Wind offen. Der vom Regionalrat freigegebene Entwurf sieht vor, das rund 52 Prozent der geplanten Windenergieflächen im Bereich der Bezirksregierung im HSK liegen sollen. Landrat Dr. Schneider kommentierte dieses mit den Worten: „Hier wird aus dem Land der tausend Berge, das Land der tausend Windkraftanlagen gemacht“.

„Brisant ist dieses Thema auch, da hier über Standorte gesprochen wird, auf denen Anlagen auf dem derzeitigen Stand der Technik stehen sollen. Diese geplanten Bauwerke würden mit einer Gesamthöhe von rund 250 Metern den Kölner Dom deutlich überragen. Betrachtet man diese Dimensionen und die Anzahl der geplanten Anlagen, auch rund um das Erholungszentrum Sorpesee, dann ist der Aufschrei der Sunderaner verständlich“, so Hans Klein von der WISU und weiter: „Sollten diese Pläne umgesetzt werden, wird Sundern nicht mehr wiederzuerkennen sein.“

Bis zum 22. Dezember kann der Plan der Bezirksregierung im Internet oder vor Ort in Arnsberg eingesehen werden. Jeder Bürger darf seine begründeten Bedenken schriftlich, auch Online äußern. Alle Einsprüche gegen diesen Regionalplan Wind müssen von der Bezirksregierung bearbeitet werden. „Die optische Komponente ist für die Bewohner das Eine, die drohende Geräuschkullisse die andere Bürde. Industrieanlagen mit bis zu 110dB Geräuschentwicklung werden bis zu 800 Meter an die Ortschaften ranrücken“, so die WISU. Vergessen werden dürfe dabei auch nicht der Artenschutz.

Die WISU stelle sich nicht gegen Windkraft, sicherlich müsse jede Region ihren Beitrag zum Energiewandel und zur Produktion von Regenerativen Energien beisteuern, aber die Konzentration auf Sundern und Umgebung im Regionalplan könne nicht richtig sein. „Das letzte Wort über die Planungen ist noch nicht gesprochen, daher sollten alle, die nicht mit diesen Plänen einverstanden sind, Einspruch einlegen“, empfiehlt die WISU.

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