Energie und Optimismus

Kulturforum bringt neun konkrete Ideen hervor

Ihre Sicht auf die Kulturlandschaft in Sundern malten die Teilnehmer beim zweiten Kulturforum. Foto: Ute Bosen

Sundern. Aktive aus allen kulturellen Bereichen waren am vergangenen Freitag eingeladen, um beim zweiten Kulturforum Strategien für die zukünftige Gestaltung der Kulturlandschaft in Sundern zu entwickeln. Auch diesmal waren wieder Mitglieder der verschiedensten Vereine und Institutionen zu der von der Stadt Sundern initiierten Veranstaltung gekommen.

Ein Kulturveranstaltungsmanagement, die Entwicklung von Kulturformaten, ein Ort für Kultur und eine dauerhafte Vernetzung waren die Themen, die sich aus dem ersten Kulturforum herauskristallisiert hatten. Die Moderatoren Sven Schneider und Marc Stelter (Firma Sumo-Organisationsberatung) ließen die Teilnehmer zu Beginn erst einmal kreativ tätig werden. Jeder sollte auf einem kleinen Papier ein Bild zu seiner Sicht der Kulturlandschaft von Sundern malen. Viele Mitglieder aus Sunderns Chören waren dabei und wünschten sich zum Beispiel mehr gemeinsame Veranstaltungen, gerne auch mit Ausstellungen, Künstlern und/oder Lesungen. Die Veränderung der Chöre von reinen Männerchören zu mehr gemischten Chören wurde thematisiert, ebenso der Wunsch nach Kinderchören, die im Stadtgebiet fast vollständig fehlen.

Irmgard Haarmann-Schütz, Vertreterin der Kultur beim Ausschuss Arbeiten und Leben in Sundern, sah Sunderns Kulturlandschaft als viele bunte Punkte, bei denen eine bessere Verknüpfung wünschenswert wäre.

„Was wir daraus machen, wird toll“

Durch das Kulturforum und viele Zeitungsberichte ist Sigrid Orlet auf das aktive Sundern aufmerksam geworden, erklärte die erst vor Kurzem in ihre alte Heimat zurückgekehrte Arnsbergerin. 30 Jahre habe sie in Kalifornien gelebt und sei dort als Künstlerin aktiv gewesen. Nun zeigte sie sich von der Kulturszene in Sundern begeistert. „Es existiert hier so viel Energie und Optimismus. Das erinnert mich an die kalifornische Mentalität. Wir schaffen das und was wir daraus machen, wird toll“, fasste sie ihren Eindruck zusammen.

Die eigentliche Aufgabe des Abends bestand allerdings darin zu den vier Arbeitsaufträgen aus dem ersten Kulturforum Lösungsansätze zu finden. Auch Bürgermeister Ralph Brodel war mit von der Partie und half bei der Suche. Nach rund einer Stunde intensiven Brainstormings hatten die Teilnehmer eine Menge Ideen zusammengetragen. In neun Punkten wurden die nächsten Schritte zusammengefasst. Ganz oben auf der Liste stand der Wunsch nach zeitnaher praktischer Umsetzung. Idealerweise soll ein Kulturmanagement, das bei der Entwicklung von Kulturformaten berät, hilft oder diese auch umsetzt, entstehen. Als zentraler Ort für das Management mit einer dauerhaften Vernetzung wurde eine unterstützende Kraft im Kulturbüro vorgeschlagen. Diese könnte aus einem Ehrenamt oder Hauptamt bestehen. Kurzfristige und langfristige Ziele setzen, mit einer Strategie, einem Konzept und mit Struktur, war der dritte Punkt, der als Ziel auf das Flipchart geschrieben wurde. Der schon bestehende „Runde Tisch Kultur“ soll stärker als Gremium genutzt werden. Auch kann man sich vorstellen über den Tellerrand zu schauen, um von anderen erfolgreichen Projekten zu lernen. Viel mehr Kulturschaffende und Aktive zusammenzubringen, war ein weiterer Wunsch. Vorschläge dazu waren zum Beispiel ein Kleinkunstfestival oder eine lange Nacht der Kultur. Auch will man mehr Außenwirkung erzeugen und aktiv auf die Menschen zu gehen.

Am Ende des Abends stand fest: Die Ideen und die Energie aus den beiden Kulturforen sollen nicht ungenutzt bleiben. Ein drittes Kulturforum wurde ausdrücklich gewünscht.

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