37.000 pilgerten ins Upland

Seine Stippvisite ließ die königsblauen Herzen höher schlagen: Schalkes Torhüter Manuel Neuer kam Sonntag zur Mühlenkopfschanze nach Willingen.

Auch wenn die deutschen Adler beim 13. Weltcup-Wochenende in Willingen nicht die erhofften Bestmarken sprangen, sind die Veranstalter der FIS-Team-Tour zufrieden. Rund 37.000 Skisprung-Fans zog es trotz des Wettercocktails aus Regen, Schnee und Wind an die Mühlenkopfschanze. "Wir haben 1500 Karten mehr verkauft als im Vorjahr", sagt Dieter Schütz, Pressesprecher des Skiclubs Willingen.

7194 Gäste strömten zur Eröffnungsfeier am Freitag, rund 20.000 lockte das Mannschaftsspringen am Samstag, bei dem die österreichischen Adler einmal mehr ihre Konkurrenten auf die hinteren Plätze und die Deutschen auf den vierten Rang verwiesen. Zur Einzeldisziplin kamen am Sonntag rund 10.000 Fans in die Skisprung-Hochburg, um schließlich den Österreicher Gregor Schlierenzauer auf dem Siegerpodest zu sehen.

"Es gab keine überraschenden Siege. Trotz der schweren Wetterbedingungen haben sich die Besten durchgesetzt", sagt Dieter Schütz, der dafür für die gut präparierte Schanze lobende Worte hörte. "Wir haben eine ganz positive Rückmeldung von der FIS bekommen", freute er sich. "Und die Geschichte mit Schalke war am Sonntag auch noch ein Bringer."

Auch die Polizei zeigte sich erfreut über den problemlosen Verlauf des Weltcup-Events. Einzig einmal drohte es zu Ausschreitungen zwischen zwei Fans zu kommen. Ein Tribünengast hatte sich über einen aufgespannten Regenschirm beschwert, der seine Sicht behinderte. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, drohte er mit einem aufgeklappten Taschenmesser, den Schirm zu zerschneiden, falls er nicht geschlossen werde. Die 42-jährige Schirmträgerin aus Menden wandte sich an die Polizei. Bis zu seiner Personalienfeststellung hatte der Auslöser, ein 60-jähriger Herforder, dann auch kurze Zeit freie Sicht.

Für fünf Personen endete der Ausflug zum Weltcup mit einer stationären Behandlung im Krankenhaus — wegen Verdachts auf Herzinfarkt, einer lädierten Kniescheibe, Herzproblemen sowie zwei Stürzen. Dass ansonsten alles im grünen Bereich blieb, dafür sorgten unter anderem 1100 ehrenamtliche Helfer. Sie sind mit Sicherheit auch im nächsten Jahr vom 29. bis 31. Januar beim 14. Weltcup-Wochenende in Willingen dabei. Für den Skiclub ein ganz besonderes Jahr: Er feiert 100-Jähriges.

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