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Angebotslücke füllen

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Das ehemalige RAG-Erholungsheim im Ritzhagen will der Willinger Investor Arndt Brüne zum Jugend- und Sporthotel umbauen.	Foto: Kristin Sens
Das ehemalige RAG-Erholungsheim im Ritzhagen will der Willinger Investor Arndt Brüne zum Jugend- und Sporthotel umbauen. Foto: Kristin Sens

„Belvedere“ – Schöne Aussicht – soll das Hotel heißen, zu dem Arndt Brüne das seit Anfang des Jahres leer stehende RAG-Erholungsheim am Ritzhagen umbauen will - und eine schöne Aussicht hat man von dort oben auch. Zudem liegt es in idealer Nähe zu Skipisten und Bikestrecken. Der Bauherr stellte der Gemeindevertretung nun seine Pläne vor.

Vor allem junge Biker, Wanderer, Skifahrer, Paare und Familien will Brüne mit seinem Sport- und Jugendhotel ansprechen – später vielleicht auch Schulklassen. Der Club-Tourismus sei dagegen nicht seine Zielgruppe, betonte er. Der junge Unternehmer, der als gelernter Koch und Hotelkaufmann über genügend gastronomische Erfahrung verfügt, sieht in seinem Konzept eine Ergänzung zu bestehenden Angeboten in Willingen. Es richte sich an eine Zielgruppe, die im Upland bisher kaum beworben werde. Brüne, der seit 2011 für die FDP in der Gemeindevertretung sitzt und Mitglied der Fremdenverkehrskommission ist, sieht keine besseren Alternativen, das Gebäude adäquat zu nutzen. Das Heim hat ein Platzangebot von rund 100 Betten. Eine öffentliche Gastronomie sei nicht geplant, so erklärte Brüne der Gemeindevertretung. Das neuere Gebäude könne ohne größere Umbauten in Betrieb gehen, das ältere Gebäude soll später abgerissen werden. Neben einigen technischen Details will er lediglich den Haupteingang verlegen, unter anderem, um die Belastung für die Anwohner gering zu halten. Genau dort liegt auch das Problem: Das Gebäude liegt in einem Wohngebiet, das Erholungsheim hatte lediglich eine Sondernutzung als solches. Der Bebauungsplan müsste also entsprechend geändert werden, um einen Hotelbetrieb zuzulassen. Die Gemeindevertretung verwies das Vorhaben in den Bauausschuss zur weiteren Beratung.

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