Ziel bleibt Naturschutzgroßprojekt

Dem Klimawandel ausweichen: Pläne für Biotopverbund

+
Der Dukaten-Feuerfalter ist ein Bewohner von Bergwiesen, sauren Magerrasen und Hochheiden im Naturpark Diemelsee. Der Klimawandel wird ihn treffen.

Willingen/Diemelsee. Von 260 bis 843 Meter über Null: Das Projekt Biotopverbund soll Tieren und Pflanzen angesichts der Klimawandels das Ausweichen in neue Lebensräume ermöglichen.

„Wenn wir grüne Verkehrsachsen schaffen, können sensible Arten überleben“, erklärte Projektleiter Dr. Eckhard Jedicke, Professor an der Hochschule Geisenheim, beim Abschluss-Workshop. 

10 000 Hektar groß war der Untersuchungsraum des seit gut drei Jahren laufenden Projekts. Für 3200 Hektar hat das Team mögliche Maßnahmen ausgearbeitet, die etwa als Ausgleich für Bauvorhaben umgesetzt werden können. Eine komplette Liste soll bis Mai entstehen, damit sie verfügbar sind, wenn Geld in den Naturschutz fließt. 

„Wir hoffen weiter auf ein Naturschutzgroßprojekt“, erklärte Verbandsvorsteher Thomas Trachte. Dabei würden der Bund, Hessen und Nordrhein-Westfalen mehrere Millionen Euro bereit stellen, um Pläne umzusetzen – oft wäre der Ankauf von Land nötig, Basis bleibe immer die Freiwilligkeit. 

Gespräche mit dem Bundesamt für Naturschutz stehen an. Als Zwischenstufe geplant ist ein Bergheiden-Projekt. 

Bislang entscheide vor allem die Nutzung des Landes darüber, wie sich die Artenvielfalt entwickle, erklärte Dr. Thomas Fartmann, Professor aus Osnabrück. Doch der Klimawandel falle immer mehr ins Gewicht. Lebensräume seien oft voneinander isoliert, was Arten das Wandern erschwere: „Wenn wir keine Vernetzung zwischen Lebensräumen haben, können Arten bei Veränderungen nicht ausweichen.“

Wie ein Biotopverbund aussieht und wie Pläne umgesetzt werden soll, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der WLZ.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare