Schneeproduktion für Weltcup in Willingen ist gestartet

Depot für Eis und Schnee

Das Zelt hinter der Willinger Eissporthalle wird jeden Tag mit frischem Schnee gefüllt für das internationale Skispringen im Januar.

Hinter der Willinger Eissporthalle steht seit einigen Tagen ein großes Zelt. Ein Zelt, das Tag für Tag mit frischem Schnee gefüllt wird. Immer wenn die Eisfläche der Eissporthalle für die nächste Laufzeit aufbereitet wird, sammelt die Eismaschine rund einen Kubikmeter Eis und Schnee. Schanzenchef Wolfgang Schlüter, der beim Kurbetrieb in Willingen als Eismeister beschäftigt ist, hat alles unter Kontrolle. „Wir schaffen so etwa drei Kubikmeter Schnee jeden Tag, den wir nun bis Mitte Dezember in dem Zelt sammeln“, berichtet er.

Willingen.

Mit dieser weißen Pracht wird der Anlauf an der Mühlenkopfschanze präpariert, für den etwa zehn Lkw-Ladungen (etwa 100 Kubikmeter) benötigt werden. Das Zelt an der Eissporthalle hat eine Grundfläche von 150 Quadratmetern und ist drei Meter hoch. Somit ist genügend Stauraum vorhanden, um Eis und Schnee zu bunkern. Zweimal in der Woche kommt Uli Kesper vom Ski-Club vorbei, um mit dem Weidemann Radlader den Schnee passend umzuschichten.

„Dieses Schneezelt gibt uns die nötige Sicherheit, um den Anlauf an der Mühlenkopfschanze vor dem Weltcup-Skispringen zeitig herzurichten“, so Wolfgang Schlüter weiter. Natürlich taut bei der aktuellen Witterung täglich auch etwas Schnee weg, aber es bleibt genug übrig. Der restliche Schnee, der nicht mehr für den Anlauf benötigt wird, soll als kompakter Untergrund für den Auslauf verwendet werden.

Darüber hinaus warten Schanzenchef Schlüter und sein Team ab Mitte November auf kalte Temperaturen im Waldecker Upland, damit mit der Schneeproduktion für das internationale Skispringen begonnen werden kann. Neben dem FIS Skisprung Weltcup vom 8. bis 10. Januar gibt es eine Woche später am 16./17. Januar zusätzlich einen FIS Continentalcup auf der Mühlenkopfschanze, die nach wie vor die größte Großschanze der Welt ist.

Auch die Fräse für die auf den Millimeter genau zu präparierende Eisspur wird jetzt vorbereitet. „Aufgrund des harten Eises müssen wir alle drei Jahre die Messer wechseln“, so Wolfgang Schlüter, der diese Feinarbeit mit seinem Kollegen Andi Rohn und Technik-Experte Herbert Asmuth von der Gemeinde Willingen (Upland) erledigt.

Alles läuft also nach Plan bei den Vorbereitungen für die internationalen Skispringen, für die der Kartenvorverkauf Anfang Oktober begann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare