Popcorn und Pirouetten

Eiskino in Willingen lockt mit Udo Jürgens, Simba und Tabaluga

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Ordentlich was los war in der Willinger Eissporthalle beim Eiskino. Am zweiten Tag kamen zu „Tabaluga“ geschätzt 200 Besucher, was am Samstag noch überboten wurde.

Willingen. Etabliert hat sich ein besonderer Ort zum Filmgenuss: Beim dritten Eiskino in Willingen kamen hunderte Besucher.

In die frische, kalte Luft der Eishalle mischt sich ein Geruch, der dem Besucher schon beim Öffnen der Türen sofort in die Nase steigt: Popcorn. Und dann ist sie zu sehen: Über der Eisfläche, auf der Besucher ihre Pirouetten drehen, hängt eine Leinwand. Zum dritten Mal ist die Willinger Eishalle beim Eiskino zum Lichtspielhaus geworden.

Von Donnerstag bis Samstag ist eingeladen worden. Die Auswahl sollte verschiedene Zielgruppen ansprechen, erklärt Kino-Betreiber Friedrich Bähr: Am Donnerstag stand das Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ auf dem Programm; Freitag wurde mit „Tabaluga – Der Film“ besonders an die kleinen Gäste gedacht; als Höhepunkt gab es Samstag für die ganze Familie die neue computergenerierte Fassung von „Der König der Löwen“.

Am ersten Tag jedoch fiel die Vorstellung aus: Trotz mehrerer Probedurchläufe versagte die Technik im entscheidenden Moment – der Projektor hatte einen nicht behebbaren Defekt. Die schwierigen klimatischen Bedingungen in der Eislaufhalle mögen dazu beigetragen haben, erklärt der in Open-Air- und Event-Vorstellungen versierte Friedrich Bähr. Zur Udo Jürgens’ Musik drehten die Gäste dennoch unentwegt ihre Runden und bekamen nach einer Dreiviertelstunde Kampf mit der Technik eine Rückerstattung angeboten.

Spaß auch ohne Film: Am Donnerstag hatten Gäste von weit her trotz technischer Probleme Freude am Eis.

Nach einem Projektorwechsel lief es ab Freitag tadellos: 200 Gäste waren gekommen – wie am Vortag wagten sich jung und alt aufs Eis. Am Samstag waren es dann beim „König der Löwen“ knapp 300 Besucher. Dabei waren kleine Kinder, die an der elterlichen Hand oder mit Trainingsgerät erste Schritte wagten, ebenso wie erfahrene Läufer, die auf einem Bein fuhren und enge Kurven drehten. Um in Ruhe den Film zu schauen, setzen die Gäste sich auf die Tribüne oder mitten aufs Eis – durch die besondere Leinwand waren die Streifen auch beim Fahren auf beiden Seiten zu sehen.

„Die Veranstaltung hat sich etabliert“, sagt Friedrich Bähr, der sie im Auftrag der Gemeinde Willingen durchführte. Besondere Kino-Veranstaltungen haben auf die Zuschauer einen großen Reiz, sagt er – das zeige auch das von Willingen auf den ganzen Landkreis ausgeweitete Wasserkino in den Hallenbädern. „Das Eiskino ist für Willingen ein Alleinstellungsmerkmal und eine besondere Attraktion.“

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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