Im Endspurt

Die letzten Meter liegen vor der Wimpelwandergruppe aus Willingen, die sich am 7. Juli aus dem Upland auf den rund 620 Kilometer langen Weg gemacht hat, den Wimpel zum Deutschen Wandertag nach Freiburg im Breisgau zu tragen (SauerlandKurier berichtete). Am 25. Juli hat die Truppe die Grenzmarke zum Schwarzwald überschritten. Morgen wartet der absolute Höhepunkt und das Ende ihrer Mission auf die Willinger, dann marschieren sie bei der Eröffnung des Wandertags auf der Freiburger Bühne ein.

Hatten die Wanderfreunde um die UGV-Vorsitzenden Hansi Figge und Ernst Gerbracht auf der ersten Hälfte ihres Gewaltmarsches noch mit der sengenden Sonne zu kämpfen, holten sie jetzt Nebel, Wolken und Regen ein. Ein Mitglied fuhr am Ruhetag beispielsweise mit dem Bus zur Hornisgrinde zurück, um die Aussicht, die man zwei Tage zuvor wegen Starkregen und Nebel nicht hatte, nachzuholen. Zwischenzeitlich sind die Upländer bei der 17. Etappe sogar im Schlamm versunken.

Eine der landschaftlichen Höhepunkte war die Etappe durch den Odenwald mit dem Felsenmeer südlich von Bensheim. Schon die Römer bedienten sich des begehrten Odenwalder Granits, um damit beispielsweise die Porta Nigra in Trier zu bauen, erfuhren die Willinger Wanderer.

Auch einige Anekdoten haben die Upländer schon in petto: Auf dem Weg nach Bretten haben sie sich kurz verlaufen. Der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins, Abteilung Bretten, hatte kurz nicht mehr gewusst, wo lang, doch der Umweg betrug nur 800 Meter. Auf dem Weg nach Hausach dagegen hatten sie aufgrund der guten Markierung im Schwarzwald einen kürzeren Weg als den Westweg nach Hausach gefunden ? wegen ihrer Abkürzung verfehlten sie allerdings den Präsidenten des Schwarzwaldvereins, den sie unterwegs treffen wollten.

Entschädigt für die Strapazen wurden sie eines Abends von einer besonderen Überraschung: ein Carepaket aus der Heimat. Ein Willinger Bäcker hatte ein Paket mit Brot und Leckereien geschickt.

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