Laufen wie am Strand

Traumwetter beflügelt Stimmung beim Winterwandertag

Wandern auf Schneeschuhen war nur eines der vielen Angebote beim Upländer Winterwandertag. Foto: Kristin Sens

Willingen. „Es war traumhaft: Das Wetter und die äußeren Bedingungen passten perfekt, die Wege waren sehr gut präpariert und die Teilnehmer begeistert“, schwärmte Helmut Kesper, Vorsitzender des veranstaltenden Upländer Gebirgsvereins (UGV), nach Abschluss des ersten Upländer Winterwandertages.

Angefangen bei der Auftaktwanderung am Donnerstag bis hin zur Abschlusswanderung am Sonntag mit jeweils über 80 Teilnehmern gab es täglich zwei geführte Wanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Dazu lockte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Eisstockschießen, Schlittenfahrten, Langlauftour, Schneeschuhwandern und einer Bergwerksbesichtigung mit Stollenprobe. Bei einem Klönabend wurden die Gäste durch den „Linnenkerl“ mit Geschichten über das Willingen früherer Zeiten eingestimmt.

„Der Winterwandertag wurde hervorragend angenommen“, freute sich auch Organisatorin Anette Buchholz von der Tourist Information Willingen. „Ganz toll und sehr stimmungsvoll“, so sagte sie, sei die Pilgerwegwanderung am Samstagnachmittag gewesen, wo die Gäste in Schwalefeld vom Kirchenvorstand begrüßt und bewirtet wurden und nach einer Lichterandacht mit Pfarrer Christian Röhling in der Pilgerkirche mit Fackeln nach Willingen zurückkehrten.

Gut gestimmt und neugierig darauf, einmal etwas Neues auszuprobieren, waren auch die Teilnehmer der Schneeschuhwanderung – ein bunter Mix aus Winterwandertag-Routiniers: „schon zum dritten Mal dabei“ –und Novizen: „wann, wenn nicht jetzt?“

„Wandern im Schnee ist ein besonderes Erlebnis; man läuft wie im Sand, langsamer also normal“, erklärte der Vorsitzende des UGV. Was Kesper besonders freut: „Wandern kommt immer mehr nach vorne.“ Unter den Wanderern seien zunehmend auch jüngere Leute, nicht mehr nur die 50-plus-Generation. „Die Teilnehmer empfinden die von den gut ausgebildeten und zertifizierten Wanderführern des UGV begleiteten Wanderungen als Bereicherung, weil sie nebenbei viel Interessantes erfahren“, erklärte Kesper. Dass der Winterwandertag auch bei weniger optimalen Bedingungen ein Erlebnis geworden wäre, dafür hätten die Veranstalter immer „einen Plan B“ in der Hinterhand, verriet der UGV-Vorsitzende.

Der Upländer Winterwandertag soll zukünftig, immer im Wechsel mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Winterwandertag, als „kleiner Bruder“ quasi, ebenfalls im Zweijahresrhythmus durchgeführt werden. Im Jahr 2018 ist also wieder der Deutsche Wanderverband mit im Boot.

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