Lokalmatador Stephan Leyhe steigert Skisprung-Euphorie

„Für uns fantastisch“

Der Schwalefelder Stephan Leyhe zieht die Skisprungfans aus der Region an. Foto: Bild Sport2000

Die Euphorie in Willingen fürs Skispringen bekommt einmal mehr einen neuen Schub.

Seitdem der Schwalefelder Stephan Leyhe in der ersten Liga der deutschen Skispringer angekommen ist, sind die heimischen Fans natürlich noch gespannter als sonst auf das Weltcup-Spektakel vom 30. Januar bis 1. Februar an der Willinger Mühlenkopfschanze. Denn dass der Lokalmatador von Bundestrainer Werner Schuster für den Kader nominiert werden wird, daran haben die Willinger kaum einen Zweifel.

„Er hat mehrfach bewiesen, dass er in guter Form ist“, sagt Dieter Schütz, Pressesprecher des Ski-Club Willingen. Bei der Vierschanzentournee landete Leyhe auf Platz 14 der Gesamtwertung. „Phänomenal. Das hätten wir nie für möglich gehalten“, schwärmt Schütz von dem enormen Leistungsssprung des 22-jährigen Weitenjägers des Ski-Club Willingen der letzten Zeit. 2010 hatte der Schwalefelder schon einmal Weltcup-Luft in Willingen schnuppern dürfen. Er war kurzfristig nominiert worden, weil sich jemand verletzt hatte. Die Qualifikation für die Wertungssprünge hatte Stephan Leyhe damals am Freitagabend dann ganz knapp verpasst.

Doch bereits an diesem Wochenende kann er sich beim Skifliegen am Kulm in Bad Mitterndorf beweisen – eine große Ehre für den Neuling in der deutschen Nationalmannschaft, der noch nie von einer Skiflug-Schanze gestartet ist. Entsprechend euphorisch ist Stephan Leyhe.

Euphorisch ist man auch in der Heimat. Inzwischen hat sich im Upland ein Fanclub gegründet. Einzelne Fans waren zudem bei der Tournee mit Transparenten mitgereist, um den jungen Durchstarter anzufeuern. „Für uns als Verein ist das fantastisch“, sagt Schütz, der glaubt, dass der Leyhe-Effekt in der Region noch mal den Kartenverkauf anzieht. Der Vorverkauf läuft bereits sehr gut.

Ein Wettkampf mehr zahlt sich aus

Die Willinger rechnen damit, dass das Weltcup-Wochenende nochmal mehr Zuschauer locken wird als im vergangenen Jahr, als 37.366 Zuschauer an den drei Tagen zur Mühlenkopfschanze kamen. „Dieses Jahr die 40.000 zu knacken wäre genial“, so Schütz. Bereits für den Auftakt verzeichnet der Ski-Club Willingen ein deutliches Verkaufsplus. „Es wird sich auszahlen, dass es einen Weltcup mehr gibt“, so Schütz. Der erste von diesmal drei Wertungswettkämpfen (Einzel/Team/Einzel) findet schon am Freitagabend statt – eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm. Nach der Qualifikation und dem Einzelweltcup wird mit DJ Antoine („Ma cherie“) ein Weltkünstler live auf der Bühne zu hören sein. Freuen können sich die Fans das ganze Wochenende natürlich auch auf die Weltelite des Skisprungs. Traditionsgemäß reiste der Bundestrainer in Willingen stets mit der A-Nationalmannshaft an. Ob Andreas Wellinger dabei sein wird, ist fraglich. Der Heilungsprozess nach der Schlüsselbein-OP läuft recht gut, dennoch ist noch nicht klar, ob das Weltcup-Wochenende in Willingen nicht vielleicht einen Tick zu früh kommt.

Der Ski-Club Willingen sieht derweil dem Triple-Weltcup entspannt entgegen. Denn die Kältephase um die Weihnachtstage konnte das Schanzenteam gut nutzen, um rund um die Uhr Schnee zu produzieren. Ab 17. Januar wird der Anlauf der Schanze präpapiert. „Das ist schon die halbe Miete“, sagt der Pressesprecher.

Tickets im Vorverkauf gibt es bei der Hotline des SC Willingen in der Geschäftsstelle an der Mühlenkopfschanze unter % 0 56 32/96 00 . Die Online-Bestellung ist über weltcup-willingen.de möglich.

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