Gemeinde investiert 1,65 Millionen Euro

Geld für Feuerwehr

Unisono stimmte die Gemeindevertretung Willingen in der Sitzung am vergangenen Montag der Fortschreibung des Bedarf- und Entwicklungsplans für die Freiwillige Feuerwehr zu.

Insgesamt belaufen sich die Investitionen in den nächsten fünf Jahren auf rund 1,65 Millionen Euro.

Angeschafft werden mehrere Fahrzeuge, unter anderem auch für Willingen, Usseln und Rattlar. Einen Teil der Investitionen werden aus Mitteln des Landes erbracht. Für 2015/16 ist die Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Willingen geplant. Geschätzte Kosten: rund 900.000 Euro.

Auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung standen außerdem die Beschlüsse, eine Reihe von Steuern und Gebühren anzuheben. Neben den Parkgebühren werden auch die Hundesteuer und die Zweitwohnsitzsteuer angehoben. Bei der Hundesteuer wurde allerdings die erhöhte Steuer für gefährliche Hunde gestrichen. Dieser Antrag des Bürgermeisters ging auf eine Eingabe der Tierärztin Dr. Caroline Stolpe zurück. Die Grundsteuer-Hebesätze steigen für die Grundsteuer A in zwei Schritten von jetzt 320 Prozent auf 360 Prozent 2014 und 380 Prozent 2015. Die Grundsteuer B wird nächstes Jahr ebenfalls auf 360 Prozent angehoben.

Die Preise für das Freibad in Usseln werden angehoben und der Willinger Preisstruktur angepasst. Holger Vogel (FDP) wies darauf hin, dass das Usselner Bad nach der erfolgten Grundsanierung eines der „schicksten Freibäder in der Region“ sei. Ein grüner Button zeigt zukünftig im Internetportal an, wenn das Bad geöffnet ist.

Einstimmig wurden Matthias Korte und Sven Kesper als neue Schöffen, beziehungsweise Jugenschöffen, für die Amtszeit von 2014 bis 2018 bestätigt. Sie werden am Amtsgericht Korbach und am Landgericht Kassel als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung teilnehmen.

Mit ihrem Antrag, die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlich tätigen Gemeindevertreter, Ortsbeiräte und Ausschussmitglieder zu senken, scheiterte die SPD-Fraktion. Mit 14 Neinstimmen und drei Enthaltungen wurde der Antrag abgelehnt.

Breite Zustimmung erfuhr hingegen der FDP-Antrag, zum 150. Geburtstag der Schiefergrube Christine für das kommende Jahr eine Jubiläumsfeier vorzubereiten.

Auch der FDP-Antrag mit einem „Bürgerhaushalt“ mehr Transparenz und öffentliche Mitwirkung zu ermöglichen, wurde grundsätzlich befürwortet. Der Gemeindevorstand soll nun prüfen, wie dies umgesetzt werden kann und mit welchen Kosten das verbunden ist.

Auch die Gemeinde Willingen hat weniger Einwohner als bisher angenommen. Wie der Zensus ergab, sind es genau 45 Einwohner weniger als bisher geglaubt. (Von Kristin Sens, willingen@sauerlandkurier.de)

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