Höhenretter probieren in Willingen neues System aus

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Gut gesichert: Das gilt für Höhenretter und Fahrgäste. Letztere bekommen einen Gurt angelegt, um sicher abgeseilt werden zu können.

Willingen. Mitglieder der Höhenrettung Waldeck-Frankenberg haben in Willingen mit einem Bergungsgerät geübt, das ein Einzelner bedienen kann – eine überzeugende Neuerung in Zeiten mangelnden Nachwuchses.

Schwindelfrei und mutig müssen sie sein, die Mitglieder der Höhenrettung Waldeck-Frankenberg. Das beweisen sie einmal mehr bei ihrer ersten Evakuierungsübung an der Sesselbahn Ritzhagen in Willingen. In luftiger Höhe rutschen sie mit Hilfe des Bergungsgerätes das Förderseil hinab, um wenig später die Fahrgäste aus den Sesseln abzuseilen. Neu für die Höhenretter ist der Einsatz eines Ein-Personen-Bergungssystems, in welches das Liftpersonal sie einweist.

„Wir nutzen sonst ein Zwei-Personen-System, mit dem wir zum Beispiel im September an der Ettelsberg-Seilbahn trainierten“, berichtet Frank Köster, Leiter der Bergwacht Willingen. Die Evakuierung und das Abseilen der Fahrgäste verlaufe nach demselben Prinzip, bei dieser Übung nähere sich der Retter dem Sessel jedoch autark an: „Diese Geräte für Sessel- und Kabinenbahnen werden im Skigebiet Willingen künftig vermutlich verstärkt eingesetzt.“

22 Höhenretter – zu ihnen gehören Mitglieder der Bergwacht Willingen und Bad Wildungen sowie des Technischen Hilfswerks Korbach – verfolgen die Einweisung mit großem Interesse und absolvieren die zwei Evakuierungsdurchgänge.

Die Höhenretter zeigen sich abschließend nicht nur von der Technik, sondern vor allem vom geringen Personalaufwand überzeugt. Schließlich werde es immer schwieriger, ehrenamtliche Kräfte zu gewinnen.

Von Natalie Rummel

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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