Kinzel: "Wir liegen im Soll"

Willingen eilt dem angestrebten Klassenerhalt mit großen Schritten entgegen. Foto: Daniel Holzer

Willingens Trainer zufrieden nach totalem Neuanfang

Willingen. (akj)

Nach Trainerwechsel und völliger Neustrukturierung im Sommer startet der SC Willingen mit einem jungen Team von Platz 13 in die Rückrunde der Landesliga Nord. Trainer Dirk Kinzel, der im Sommer 2007 seinen Vorgänger Schorsch Niglis ablöste, blickt zurück:"Ich bin mit der Leistung und mit dem Tabellenplatz zufrieden", resümiert der Coach. "Wir liegen im Soll. Wir haben eine völlige Neustrukturierung hinter uns." Tatsächlich ging im Sommer 2007 nicht nur Trainer Schorsch Niglis, mit ihm verließen neun Spieler die Mannschaft. "Darunter befanden sich einige Leistungsträger", so Dirk Kinzel. "Aber es ist uns gelungen, diese Verluste durch junge Nachwuchsspieler aufzufangen." Die Integration der neuen Spieler sei sehr gut gelungen. Neuzugänge in der Winterpause gab es keine, der SC Willingen blieb ebenfalls von Abgängen verschont. Dirk Kinzel startet also mit dem gleichen Team in die Rückrunde, mit dem er die Vorrunde absolviert hat.

Hier fielen einige Spieler durch besonders positive Leistungen auf, so etwa Offensivspieler Florian Pusch, der im Mittelfeld die Fäden zog. Dirk Kinzel lobt Torwart Stefan Barrack als "Rückhalt und Erfahrungsträger der Mannschaft" und Donato Vinciguera als "kreativen Kopf des zentralen Mittelfelds". Auch Matthias Trachte machte auf sich aufmerksam: Nachdem der 19-Jährige aus der A-Jugend zu den Senioren gestoßen war, erzielte er nicht nur die meisten Tore der Vorrunde, sondern bereitete auch zahlreiche Treffer vor. "Und das als Abwehrspieler", hebt Trainer Dirk Kinzel hervor.

Zu den Schlüsselspielen der Saison zählt er zweifelsohne den Heimsieg gegen Tabellenführer Hünfeld, hier siegte der SC Willingen 2:0. Erfolgreich war auch das Lokalderby in Korbach, wo die Willinger Kicker mit einem 3:1-Sieg überzeugten.

"Es ist eine junge, ehrgeizige und in vielen Bereichen noch entwicklungsfähige Mannschaft", beschreibt Dirk Kinzel sein Team. Es habe sein Leistungspotenzial noch nicht in vollem Maße abgerufen, so der Trainer. "Doch die Schwächen der Mannschaft ergeben sich zum Teil aus den Stärken", fügt er hinzu und verweist auf den "jugendlichen Leichtsinn": "Das Defensiv-Verhalten ist stark verbesserungswürdig, zudem mangelt es am disziplinierten Wahrnehmen der Positionen." Weiterer Kritikpunkt sei die fehlende Kontinuität in den Leistungen. "Auf starke Spiele folgen oftmals schwache." Ziel für die Rückrunde bleibt, so Dirk Kinzel, nach wie vor der Klassenerhalt in der Landesliga: "Wir werden kontinuierlich an uns arbeiten und wir hoffen, dass wir von größeren Verletzungen verschont bleiben."

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