Baumaßnahmen für zwei Kindergärten beschlossen

Mehr Raum für Kinder

Der Kindergarten in Willingen wird erweitert: Eine ehemalige Wohnung im Untergeschoss wird mit einem Anbau versehen. Skizze: Architekturbüro Kleine und Potthoff

Drei Anläufe hat es gebraucht, aber jetzt steht das Konzept für den Erweiterungsbau des Kindergartens in Usseln. Die Gemeindevertretung folgte am vergangenen Montag einstimmig den Vorschlägen des Architekten Karl Sauer aus Usseln.

Auch der Erweiterungsbau für den Willinger Kindergarten traf auf Zustimmung.

Das Korbacher Architekturbüro Kleine und Potthoff stellte seinen Plan vor, wonach in Willingen eine ehemalige Wohnung im Untergeschoss des Kindergartens mit einem Anbau versehen und zu Gruppen- und Schlafräumen für die U3-Betreuung ausgebaut wird.

Komplizierter verliefen die Planungen in Usseln. Die ursprüngliche Idee, hinter dem bestehenden Gebäude in die Außenanlage hinein auszubauen, schied ebenso aus wie das Vorhaben, neben dem jetzigen Eingangsbereich des Kindergartens nach vorne anzubauen. Der aktuelle Plan sieht vor, die Kindertagesstätte in den Bereich des jetzigen Dorfgemeinschaftsraums und Kurbetriebs hinein zu erweitern, wobei die Kurverwaltung, etwas verkleinert, an Ort und Stelle bleiben kann. Den Diemelsaal wolle man teilen, damit der vordere Teil zum Vereins- und Probenraum für den Gesangverein und andere Gruppen werden kann. Die Akustik soll durch entsprechende Deckenverkleidungen verbessert werden. Diese Option biete zugleich den Vorteil, erläuterte Architekt Karl Sauer der Gemeindevertretung, dass man bei einer zukünftigen Ganztagsbetreuung Potential zur erneuten Erweiterung des Kindergartens habe. Für die neuen U3-Räumlichkeiten entstünde ein separater Eingangsbereich sowie direkter Zugang zu den Außenanlagen.

Vertreter aller Fraktionen äußerten Bedenken, dass es wieder, wie in Schwalefeld, unliebsame Überraschungen geben könne, da die Bausubstanz schon „etwas in die Jahre gekommen sei“ und mahnten eine enge Kostenkontrolle an. Sie stimmten jedoch zu, dass für beide Maßnahmen außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 486.000 Euro eingestellt werden. Die Umbaumaßnahmen werden mit 15.000 Euro pro Kind gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde wird voraussichtlich bei knapp 84.000 Euro liegen. Der Vorschlag von Patrick Stöcker (CDU) im Diemelsaal dann die ganze Decke einheitlich neu zu machen, wurde an den Gemeindevorstand zur Kostenermittlung verwiesen. (Von Kristin Sens, willingen@sauerlandkurier.de)

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