Abstimmung der Bauabschnitte kostet Zeit

Lagunenbad-Neubau soll nach Verzögerung im Herbst beginnen

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Beim weitgehenden Neubau des Lagunenbads soll im Herbst mit den Außenanlagen der Saunalandschaft begonnen werden.

Beim weitgehenden Neubau des Willinger Lagunenbads wird ein Baustart im Herbst anvisiert. Vorbereitungen für den größeren zweiten Bauabschnitt kosteten Zeit.

Die Ausschreibung für die Arbeiten am ersten Bauabschnitt beim weitgehenden Neubau des Willinger Lagunenbads soll im September erfolgen: Das erklären Bürgermeister Thomas Trachte und Bauamtsleiter Marc Honekamp im Gespräch mit der WLZ. Er gehe von einem kurzfristigen Baubeginn in September oder Oktober aus, sagt der Rathauschef. 

Bei diesem ersten der beiden Bauabschnitte handelt es sich um die Saunalandschaft in der rechten Hälfte des Gebäudes, im zweiten folgt das eigentliche Solebad samt Technik. Ursprünglich war auf einen Baubeginn noch in diesem Frühjahr gehofft worden. 

Doch die beiden Bauabschnitte hängen technisch und baulich zusammen, verschiedene Bestandteile von Leitungssystemen bis hin zu Außenfassaden können nicht einzeln geplant werden, erklären sie. Um im ersten Bauabschnitt zu beginnen, musste also auch die Planung des zweiten schon vorangeschritten sein – die Ingenieur- und Architektenleistungen wurden im Frühjahr vergeben. 

Mit der Saunalandschaft und ihrem Umfeld soll der weitgehende Neubau des Lagunenbads beginnen.

Im Dezember hatte das Land Hessen Fördermittel von 9,6 Millionen Euro zugesagt, nachdem im Frühjahr 2018 der Umfang der nötigen Arbeiten bekannt geworden war. 

Der Bauantrag für den zweiten Abschnitt soll Anfang September der Betriebskommission vorgelegt werden; in der Ausschreibung für die erste Phase gibt es bereits eine Vorveröffentlichung, die den Ablauf des Vergabeverfahrens beschleunigen soll. Die Baugenehmigung für den ersten Abschnitt steht derweil noch aus, erklärt Marc Honekamp – die Gemeinde erhoffe sie in der ersten Augusthälfte. Dass es länger gebraucht habe, liege an der Komplexität des Themas Brandschutz. 

Das Land Hessen fördert den weitgehenden Neubau mit rund elf Millionen Euro. 2017 waren davon 1,4 Millionen für die Saunalandschaft zugesagt worden – die damit verbundenen Fristen bereiteten der Gemeinde zuletzt Sorge, doch seien mit der Förderstelle neue abgemacht worden, sagt Bürgermeister Thomas Trachte. 

Nach den Arbeiten an den Außensaunen soll nächstes Jahr der innere Teil der Saunalandschaft folgen, erläutert Marc Honekamp den Zeitplan. Die beiden Bauabschnitte des Lagunenbads sollen nahtlos ineinander übergehen, Teile des zweiten ließen sich parallel zur Saunalandschaft erledigen – das Bad soll durchgehend geöffnet bleiben. 

Spaß im Bad - der soll auch während des Umbaus erhalten bleiben.

Die Fertigstellung wird weiter für Ende 2021 oder Sommer 2022 erhofft, es gebe aber viele Unbekannte, so Honekamp: Es sei ein nicht alltägliches Projekt, die Auslastung der Firmen sei kaum vorherzusagen. An den Ende des Jahres vorgestellten Plänen haben sich derweil nur Details geändert. Es sei mit einem Aufzug eine Lösung gefunden worden, um einen mobilitätsgerechten Zugang zur Gastronomie zu ermöglichen; auch der angedachte Schneeraum soll kommen. 

Am finanziellen Rahmen von zuletzt 22,6 Millionen Euro hat sich nichts geändert. Die Gemeinde habe die Kosten gewissenhaft geprüft, sagt Thomas Trachte, intensiver als je zuvor bei ihren Großprojekten. Sicherheit gebe es aber erst, wenn alles vergeben sei. Auch danach sei eine rigorose Kostenkontrolle geplant, um zu reagieren, wenn sich Kosten unerwartet ändern. Derweil soll das Bad weiter schwarze Zahlen schreiben.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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