Gemeindevorstand und Ausschüsse liefern Empfehlung

Neues Baugebiet soll bei Schwalefeld entstehen

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Der Vorschlag: Das Neubaugebiet in Schwalefeld soll sich an "Auf den Gärten" anschließen.

Willingen (Upland). Wo können interessierte (Neu-) Upländer künftig bauen? Alles deutet auf den Norden Schwalefelds hin.

„Das ist die erste Sitzung seit langen, in der wir keine Grundstücke ,Unter der Egge‘ verkaufen“, eröffnete Vorsitzender Thorsten Kesper (SPD) die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses: Sie seien ausgeschöpft. Von drei verbliebenen Grundstücken sind zwei reserviert, die Gemeinde will neues Bauland ausweisen.

Der Gemeindevorstand um Bürgermeister Thomas Trachte hat den Parlamentariern vorgeschlagen, ans Gebiet „Auf den Gärten“ in Schwalefeld anzuschließen. Die Alternative wäre der Heimberg in Usseln. Der Haupt- und Finanzausschuss schloss sich dem Schwalefelder Plan mit einer Gegenstimme an; im Bauausschuss gab es zwei Enthaltungen.

Drei Gründe nannte Thomas Trachte für Schwalefeld: Erstens sei das potenzielle Gebiet in Schwalefeld einfacher zu erschließen und damit auch günstiger zu verkaufen. Zweitens sei in Usseln gerade eine Entwicklung abgeschlossen worden, als Großgemeinde wolle Willingen seine Aufmerksamkeit verteilen. Und letztlich sei es nicht schlecht, noch Bauland in Usseln in der Hinterhand zu haben, falls etwa Projekte in Altenpflege oder Tourismus entstehen. „Im Moment gibt es keinerlei Interessenten“, betonte er indes.

War ein Erfolg: das Baugebiet "Unter der Egge" in Usseln.

Holger Vogel (FDP) erinnerte im Haupt- und Finanzausschuss daran, dass das Land am Heimberg schon rund 20 Jahre im Besitz der Gemeinde sei. Auch wenn es Interessenten gegeben habe, musste der Heimberg wegen des Vorhaben „Unter der Egge“ zurückgestellt werden. Das Regierungspräsidium habe der Idee, mehrere Baugebiete gleichzeitig zu entwickeln, den Riegel vorgeschoben.

Er wisse nicht, ob sich diese Position geändert habe, erklärte Thomas Trachte: „Wir müssten den Heimberg zurückstellen, bis Schwalefeld weitestgehend erschlossen ist“, antwortete er auf Vogels Vorschlag, beide Gebiete zu entwickeln.

Steht wohl erst mal hinten an: der Heimberg in Usseln.

Die Idee, Interessenten eine Wahlmöglichkeit zu lassen, brachte im Bauausschuss auch Dirk Wilke (FDP) vor – beide Gebiete könnten bedarfsgerecht erschlossen werden, schloss sich Patrick Stöcker (CDU) an. Thomas Trachte verwies darauf, dass das die Erschließung erschwere. Dann sei der gute Preis von 70 Euro pro Quadratmeter in Schwalefeld wohl nicht zu halten, befürchtete Christopher Leeser (CDU). „Es kommt genug finanzielle Belastung auf uns zu, wir sollten uns keine Probleme schaffen“, befand Manfred Feistner (SPD).

„Wann wäre der Heimberg dran?“, fragte Patrick Stöcker. Nach bisherigen Erfahrungen könnten die rund 25 Baugrundstücke binnen fünf Jahren verkauft sein, schätzte der Bürgermeister.

Wie letztlich vorgegangen wird, entscheiden die Gemeindevertreter bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag ab 19 Uhr im Besucherzentrum.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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