Extremwandern für guten Zweck

Regionen stellen einmaliges Wandererlebnis auf die Beine

Die Vertreter der Gemeinde Willingen, der Erlebnisregion Edersee und der Hansestadt Korbach haben bei der Planung der Extremwandertour mit ihren Nachbarn eng zusammengearbeitet. Foto: Stefan Krüger

Willingen. „Das ist etwas, was es bundesweit noch nicht gibt“, sagte Claus Günther, Vertreter der Erlebnisregion Edersee, über das am 22. Juni in Willingen startende Extremwander-Event „Extrem Extrem Wandern Willingen - Edersee“. Innerhalb von 48 Stunden sollen die 150 Teilnehmer insgesamt 159 Kilometer zurücklegen und 3700 Höhenmeter überwinden. Dabei soll auch Geld für einen guten Zweck gesammelt werden. Die Veranstalter suchen hierfür noch Sponsoren, die für jeden gelaufenen Kilometer einen Betrag an die SOS-Kinderdörfer spenden.

Bei dem bisher einmaligen Wanderereignis arbeiten die Gemeinde Willingen, die Erlebnisregion Edersee und die Hansestadt Korbach eng zusammen. „Es ist ein schönes Beispiel, dass so etwas auch konkurrenzlos möglich ist“, erzählte Günther.

Die Zusammenarbeit der drei Regionen ist notwendig, da sich die Extremwanderstrecke von Willingen über über Korbach bis zum Edersee und wieder zurück erstrecken wird. Unterwegs werden die Wanderer an einigen Zwischenstationen mit Essen, Trinken oder frischer Kleidung versorgt.

„Wir werden dabei von Vereinen und Kommunen unterstützt“, berichtet Rainer Paulus vom Naturpark Edersee. Die Helfer werden die Wanderer während ihres langen Marsches unterstützen. Die Distanz von 159 Kilometern stellt für die Extremwanderer dabei eine ganz besondere Herausforderung dar. „Normalerweise sind die längsten Strecken im Extremwandersport zwischen 80 und 110 Kilometer lang“, erklärte Klaus Hamel von der Edersee Touristik. Auch die Verantwortlichen stehen bei der Vorbereitung der Strecke vor einer großen Aufgabe.

So musste bei der Planung berücksichtigt werden, dass bestimmte Streckenbereiche nur tagsüber bewandert werden dürfen. Aber auch in der Nacht werden die Extremwanderer auf den Beinen sein.

Der Weg führt sie dabei über zertifizierte Wanderwege wie dem Uplandsteig, dem Urwaldsteig Edersee und dem Sauerland-Höhenflug durch die waldige und spektakuläre Mittelgebirgsregion. „Wichtig ist es, dass wir für die Sicherheit auf der Strecke sorgen“, sagte Claus Günther. „Die Wanderwege werden entsprechend markiert. Dies soll gewährleisten, dass sich die Teilnehmer gerade in der Nacht nicht im Wald verlaufen.“

Der Naturpark Edersee hat in diesem Zusammenhang bereits Erfahrungen mit der nächtlichen Markierung bei 24-Stunden-Marathon-Veranstaltungen gesammelt und bringt diese Expertise ein.

Das Thema Sicherheit spielt auch bei der Begrenzung des Teilnehmerfeldes eine Rolle. Diese ist auf 150 Extremwanderer begrenzt. „Mehr können wir als Veranstalter leider nicht bewältigen“, erklärte Claus Günter und fügte hinzu, dass die Veranstaltung bereits europaweit eine große Aufmerksamkeit in der Extremwanderszene ausgelöst hat.

Wandern für einen guten Zweck

130 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet. „Es gibt aber auch genügend Wanderer aus der Region, die sich an der Strecke ausprobieren wollen“, sagte Hamel. Sollten sich mehr als 150 Wanderer anmelden, dann werde eine Warteliste eingerichtet, so der Veranstalter.

Los geht es für die Wanderer am Donnerstag, 22. Juni, am Willinger Besucherzentrum. Dort werden die Wanderer am Samstag, 24. Juni, zurück erwartet. Am Sonntag, 25. Juni, findet dann ein gemeinsames Frühstück statt. Die Teilnahme an der Wanderung kostet 95 Euro und beinhaltet Verpflegung, das Frühstück und ein T-Shirt zur Erinnerung. Zudem sollen die Wanderer auch noch Spenden für einen guten Zweck sammeln.

„Wir möchten auch etwas Gutes tun“, sagte Claus Günther. Die Veranstalter suchen noch pro Teilnehmer einen Sponsor. Für jeden gelaufenen Kilometer sollen diese mindestens einen Euro an SOS-Kinderdörfer spenden.

„Wir wollen dafür Firmen aus dem Landkreis dafür gewinnen“, hofft Günther. Es sind aber auch private Spender willkommen. Die Stadt Korbach hat hierfür ein Spendenkonto eingerichtet. „Wir hoffen damit eine gute Summe zusammenzubekommen. Das Geld geht zu 100 Prozent an die SOS-Kinderdörfer“, versicherte Günther.

Interessierte Sponsoren finden hier weitere Infos.

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