Neue Pfarrerin des Kirchspiels Usseln, Rattlar und Welleringhausen

Pfarrerin Stephanie Stracke in Usseln ins Amt eingeführt

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Nach der Amtseinführung in der Usselner Kilians-Kirche – von links: die Pfarrer Katrin und Kai-Uwe Schröter, Dekanin Eva Brinke-Kriebel die neue Pfarrerin des Usseler Kirchspiels, Stephanie Stracke, und ihr Kollege Christian Röhling.

Willingen-Usseln – „So übernimm nun den Dienst, Gott wird mit dir sein“: Mit diesen Worten führte Dekanin Eva Brinke-Kriebel am Sonntag die neue Pfarrerin des Kirchspiels Usseln, Rattlar und Welleringhausen, Stephanie Stracke, offiziell in ihr Amt ein, das sie schon seit Juli inne hat.

Bei dem Festgottesdienst in der voll besetzten Usselner Kilians-Kirche gab ihr die Dekanin den Segen, der Willinger Pfarrer Christian Röhling und die Welleringhäuserin Annegret Grötecke vom Kirchenvorstand legten ihr dabei die Hand auf die Schulter. 

Die Dekanin fragte die Gemeinde, ob sie ihrer neuen Pfarrerin beistehen wolle. „Ja, wir sind bereit“, kam als Antwort. Und so wünschte Eva Brinke-Kriebel der neuen Seelsorgerin, Gott schenke ihr Mut, Einsicht, Ausdauer und nicht zuletzt Freude am Amt. 

Gebürtig aus Immighausen

„Sie kommt nach Hause zurück“, sagte die Dekanin: Stephanie Stracke stammt aus Immighausen und hat in Korbach ihr Abitur abgelegt. Nach ihrem Studium und dem Vikariat in einer Gemeinde bei Gelnhausen arbeitete sie bei der Landeskirche, 2008 trat sie ihre erste Pfarrstelle im südhessischen Eichen-Erbstadt an. 

„Wir freuen uns, dass Sie da sind, sagte die Dekanin. „Sie bringen so viel Befähigung und Erfahrung mit.“ Die Pfarrerin lege ihren Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit, sie setze im Gottesdienst verschiedene Formate ein und wolle die Menschen über den Gottesdienst hinaus erreichen. Sie wolle mit ihnen das „Christsein im Alltag“ erleben. Sie suche die Zusammenarbeit mit den Vereinen und in der Seelsorge mit ihren Kollegen.

 Sie hoffe, dass sie sich mit ihrer Familie schnell heimisch fühle. Die neue Pfarrerin werde viele Herzen erobern – wenn sie das nicht schon getan habe. „Viele Menschen warten und wollen mit Ihnen zusammenarbeiten“, dabei könnten sie darauf vertrauen, dass Gott sie begleite, sagte die Dekanin. 

"Schon viele nette Begegnungen"

„Ich hatte schon viele nette Begegnungen“, sagte Pfarrerin Stracke. Sie habe viele hilfreiche Informationen bekommen, ihr Mann habe sich beim Schützenfest bei einem Bierchen wohl gefühlt, ihre beiden Töchter seien schon eingeladen worden – „wir haben das Gefühl, hier willkommen zu sein.“ 

„Ich freue mich auf den Anfang, aber ich habe auch Respekt vor der neuen Aufgabe“, die schön und spannend sei, sagte die Pfarrerin. 

„Mutmachende Botschaft Gottes“ weitertragen

In ihrer Predigt ging sie auf eine Passage aus der Bergpredigt Jesu ein: „Ihr seid das Salz der Erde – ihr seid das Licht der Welt.“ Diese „mutmachende Botschaft Gottes“ weiterzutragen, sei ihr eine „Herzensangelegenheit und Berufung“. Aber es gelte auch, seine Kräfte einzuteilen und einmal eine Pause zu machen – im Wissen, dass Jesus das „Licht der Welt“ sei, „meine Kraft kommt von ihm.“ 

Sie wolle mit ihrer Gemeinde „jeden Tag etwas wachsen“, sagte Pfarrerin Stracke. Sie wolle zunächst „schauen, verstehen und zuhören – und dann sehen wir gemeinsam, wie wir unser Licht leuchten lassen können. Darauf freue ich mich.“

Kollegen aus dem Upland, Familie und Freunde beim Festgottesdienst

An dem Festgottesdienst nahmen auch die Upländer Pfarrer Kai-Uwe und Katrin Schröter teil, außerdem die Familie, Freunde und Bekannte der neuen Seelsorgerin sowie viele Mitglieder aus ihrer alten Gemeinde. 

Für die musikalische Gestaltung sorgten der Usselner Posaunenchor unter der Leitung von Gerhard Biederbick und die Organistin Sonja Schulze. Und zum Abschluss des Gottesdienstes stiegen Männer in den Glockenturm, um zu „beggern“. 

Der Kirchenvorstand lud schließlich alle zu einem Empfang in den Diemelsaal ein. (-sg-)

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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