„Emotionen pur“

Special Olympics hoffen auf enthusiastische Zuschauer

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Die „Gesichter der Spiele“ Ralf Wilke und Kathrin Werthmüller enthüllten im Beisein von Bürgermeister Thomas Trachte und Dr. Bernhard Conrads (Präsident des Organisationskomitees) das Kampagnenmotiv mit Severin Freund.

Willingen. Willingen ist weltweit bekannt für sein enthusiastisches Publikum. Und Bürgermeister Thomas Trachte ist sich sicher, dass ähnlich wie beim Weltcup-Fieber die Begeisterung auch bei den Special Olympics vom 6. bis 9. März 2017 in Willingen überschwappen wird. Denn dies ist einer der Träume der rund 700 Athleten, die in acht Sportarten bei den Nationalen Winterspielen für Menschen mit geistiger Behinderung antreten: „Dass viele Leute kommen und zugucken“, wünscht sich Kerstin Will (Athletin und Mitglied des Organisationskomitees).

„Es erwarten Sie nicht nur tolle Wettbewerbe – auch wenn Sie keine Weltrekorde erleben werden –, sondern viele Emotionen“, verspricht Dr. Bernhard Conrads (Präsident des Organisationskomitees und Erster Vizepräsident SOD). „Die unbändige Freude ins Ziel gekommen zu sein, Leidenschaft, Ausbrüche, auch mal was Trauriges und viel Lachen. Auch die Siegerehrungen sind was ganz Spezielles. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn diese unmittelbare Freude aufkommt.“

Der „Virus wird überspringen“, da ist sich auch Vizepräsidentin Brigitte Lehnert sicher, denn es geht bei dem Event nicht nur darum, das Selbstbewusstsein der Menschen mit Behinderung zu stärken. Menschen über den Weg des Sports in Kontakt bringen, die Menschen für die Athleten gewinnen, um ihnen zu mehr Anerkennung und Teilhabe zu verhelfen, in der Gesellschaft etwas bewegen durch Begeisterung, die in den Alltag nachwirkt – dies sind die Ziele der Veranstaltung, die erstmals in Hessen stattfinden wird. Mehr als 2.800 Teilnehmer – Athleten, Trainer und Betreuer, freiwillige Helfer, Familienangehörige, Tagesteilnehmer und Gäste und Freunde – werden erwartet.

Willingen überzeugt mit Infrastruktur

Bei den Winterspielen werden unter dem inklusiven Motto „Gemeinsam stark“ die acht Sportarten Eiskunstlauf, Eisschnellauf, Ski Alpin, Ski Langlauf, Snowboard, Floorball, Schneeschuhlauf und Stocksport ausgetragen. Dazu kommt das wettbewerbsfreie Angebot, bei dem Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start gehen. Die Eröffnungs- und Abschlussfeier finden an der Mühlenkopfschanze statt.

„Dies ist eine hochkarätige Sportveranstaltung. Sie passt zum Ort und zum sportlichen Image und zu unserer Sport- und Vereinsförderung. Genauso ist es uns eine Freude, an dem hinter der Veranstaltung stehenen Konzept der Inklusion mitwirken zu dürfen“, erläuterte Trachte die Intention, die Special Olympics nach Willingen zu holen. Und Willingen machte nicht zuletzt Dank seiner Wintersport-Infrastruktur, der Schneesicherheit, der Fußläufigkeit zwischen den Sportstätten, der vielen Helfern und Ehrenamtlichen sowie der Identifikation in der Gemeinde das Rennen unter den Bewerbern. „Wir sind überzeugt, dass wir eine gute Kulisse hinbekommen werden und viele Zuschauer bieten können“, sagte Bürgermeister Trachte.

Severin Freund ist „Gesicht der Spiele“

„Willingen ist jedes Mal ein Spektakel. Es gibt keinen besseren Ort, um Aufmerksamkeit für Special Olympics zu generieren“, sagt Skispringer Severin Freund in einer Videobotschaft. Der derzeit erfolgreichste deutsche Adler ist einer der drei „Gesichter der Spiele“ der Special Olympics Willingen 2017, wie das Komitee am vergangenen Mittwoch verriet. Zusammen mit den Special-Olympics-Athleten Ralf Wilke (Ski Langlauf) und Kathrin Werthmüller (Ski Alpin) fungiert er auf dem Kampagnenmotiv als Botschafter für die Nationalen Winterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung.

Die Online-Anmeldung für Einzelhelfer ist freigeschaltet unter www.specialolympics.de. Ansprechpartner des Organisationskomitees sind zu den Öffnungszeiten des Gesundheitspavillons in Willingen vor Ort. „Wir wollen das Event mit Ihnen gemeinsam kreieren“, ermutigt Projektleiterin Susanne Gawlyta Willinger Vereine und Institutionen sich mit Ideenfür das Rahmenprogramm zu melden. „Es gibt eine Vielzahl an Beteiligungsmöglichkeiten“.

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