„Floof“ in Wiesbaden

Siebtklässler der Uplandschule nehmen Preis entgegen

Freuten sich über die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme (von links): Marie Hogrebe, Lehrerin Christiane Grof, Katrin Afra Herold und Schulleiterin Barbara Pavlu. Foto: Kristin Sens

Willingen.Ein Haus, das fliegen kann und Kleidung, die im 3D-Drucker entworfen wird: Drei Siebtklässler des HR-Bereichs der Uplandschule – Katrin Afra Herold, Michela Musella und Marie Hogrebe –sind mit ihrer Kunstlehrerin Christiane Grof nach Wiesbaden eingeladen worden und erfuhren dort, dass sie beim Landeswettbewerb „Faszination Technik“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) den dritten Platz erzielten.

„Was glaubst Du: Wie wird unser Leben und Wohnen in 50 Jahren aussehen?“ So lautete die Aufgabenstellung. Zirka acht Wochen ließen die Schüler ihrer Fantasie zum Wettbewerbsthema „Leben und Wohnen 2066: Deine Technik im Haus der Zukunft“ freien Lauf. Marie Hogrebe schwärmt: „Das Schöne war, dass wir ganz frei waren und machen konnten, was wir wollten.“

Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben: Bilder, Texte, Modelle und Videos. Teilgenommen hatte die ganze Klasse, aber die Bilder der drei Mädchen überzeugten die Jury am meisten. In Wiesbaden nahmen sie ihren Preis aus den Händen von Volkmar Roth, Vorsitzender des VDI Hessen, und Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz entgegen. „Dort mussten wir unsere Arbeiten auch vorstellen und ich war mächtig aufgeregt, erzählt Katrin. „Als ich dann aber angefangen hatte zu sprechen, ging es ganz von allein.“

Fliegendes Haus entworfen

Gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Michela hat sie ein Haus entworfen, das einem Drachen ähnelt – und wie dieser fliegen kann. Äußerlich ist „Floof“, wie sie ihr Haus getauft haben, sehr farbenfroh, die Innenansicht, die sie auf einem zweiten Bild darstellten, ist richtig ausgeklügelt. Marie Hogrebe hat bei ihrem Bild viel Aufmerksamkeit auf die technischen Details verwendet: Da gibt es einen Fernseher, der die Trennung zwischen virtueller und realer Welt aufhebt, ein Drucker, der die Klamotten für den Tag jeweils „frisch“ herstellt, ein Tisch kommt auf Knopfdruck angefahren und für alles gibt es eine Fernbedienung. „Es ist eine interessante Mischung aus Kunst und Technik“, so die Kunstlehrerin.

Als Lohn haben die Schülerinnen eine Exkursion in das Erlebnisbergwerk Merkers gewonnen. Die Betreiberfirma K+S ermöglicht so den Mädchen, viele Hundert Meter unter der Tagesoberfläche vor Ort zu erleben, was es heißt, ein Bergmann zu sein.

Info: Der jährlich stattfindende Schülerwettbewerb, an dem die Uplandschule erstmals teilgenommen hat, wurde vom Hessischen Kultusministerium und des Landesverbands Hessen des Vereins Deutscher Ingenieure gemeinsam ins Leben gerufen und wurde in diesem Jahr bereits zum elften Mal veranstaltet. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler aller weiterführenden hessischen Schulen der Jahrgangsstufen sechs bis acht. Er hat das Ziel, Interesse an technischen Objekten und Abläufen zu wecken und zur Auseinandersetzung mit Technik zu ermutigen, ohne dass mathematische Formeln oder physikalische Erklärungen benötigt werden. Damit sollen auch Schüler erreicht werden, die den Naturwissenschaften und der Technik bisher eher skeptisch gegenüberstehen oder sich die Beschäftigung mit diesen Themen nicht zutrauen.

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