Zitterpartie für Stephan Leyhe

Der Skispringer aus Schwalefeld ist bei der Skiflug-WM am Start 

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Stephan Leyhe ist als einer von fünf Deutschen bei der Skiflug-WM am Kulm dabei, schon in Willingen war er bei den Fans ein gefragter Mann.

Willingen. Stephan Leyhe steht in diesen Tagen bei der Skiflug-WM am Kulm auf seinen Skiern. Diese gute Kunde löste bei den Mitgliedern des Ski-Clubs große Freude aus. Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel gehörte zu den ersten Gratulanten des SCW-Weitenjägers. Per E-Mail gratulierte Hensel zur Nominierung: „Hallo Stephan, Gratulation zur WM-Teilnahme!!! Das hatte der SCW beim Skispringen noch nicht.“ In der Tat gab es in anderen Sportarten wie  im Biathlon oder Skilanglauf bereits WM-Starter vom Ski-Club Willingen, aber Stephan Leyhe sorgt in der mehr als 106-jährigen Geschichte des im Jahre 1910 gegründeten Traditionsvereins für ein Novum. Er ist der erste Skispringer des SCW, der an einer Weltmeisterschaft teilnimmt.

Und Leyhe erlebte gleich ein Auf und Ab der Gefühlswelt am Kulm. Im ersten Training bei der Skiflug-WM am Kulm in Bad Mitterndorf/Tauplitz kam er nach einem fantastischen Flug auf 209,5 Meter gleich bis auf einen Meter an seine persönliche Bestweite aus dem Vorjahr heran. Auch die 187 Meter im zweiten Trainingsdurchgang konnten sich sehen lassen. In der Qualifikation erwischte der 24-jährige Schwalefelder wie andere Athleten auch ganz schlechte Rückenwindbedingungen. Nach dem kraftvollen Absprung fehlte die Symmetrie im Flug, der Ski wackelten hin und her. Stephan Leyhe landete schon nach 137,5 Metern und konnte einen Sturz auf der Flugschanze nach artistischer Leistung gerade noch vermeiden. Sein banger Blick galt sofort dem Ergebnismonitor im Auslauf der Flugschanze. Bin ich im Einzel der WM mit vier Durchgängen am Start? Dem Upländer fiel ein Stein vom Herzen, er ist am Start. Leyhe bekam über 20 Bonuspunkte wegen des schlechten Windes und wurde am Ende 29., was gerade noch für den Wettkampf langte.

 „Ich habe mit der Teilnahme an der Skiflug-WM ein wichtiges Saisonziel erreicht“, so der Schwalefelder. Dass er die Skiflugschanze in Bad Mitterndorf schon aus dem Vorjahr kennt, ist insofern kein Vorteil, da der Bakken umgebaut wurde. „Da hat sich einiges getan, es gibt statt des Naturanlaufs jetzt eine künstliche Eisspur, und der Vorbau der Schanze ist erhöht worden“,  hatte sich Stephan Leyhe gut informiert. 

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