Für die 42-jährige Mutter ist es eine Heimkehr ins Waldecker Land

Stephanie Stracke ist die neue Pfarrerin im Kirchspiel Usseln

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Stephanie Stracke übernimmt die Pfarrstelle in Usseln.

Usseln/Rattlar/Welleringhausen – Mit den Kirchenvorständen hat Stephanie Stracke schon einige Gespräche geführt, in der Pfarrhausrenovierung steckt sie mittendrin. „Ich weiß auch schon, dass Ende Juli Schützenfest in Usseln ist – und vieles andere weiß ich noch nicht“, sagt die künftige Pfarrerin des Kirchspiels, das auch Rattlar und Welleringhausen umfasst. Um so gespannter sei sie auf ihre neue Aufgabe.

Just Ende Juli wird sie wohl ihren ersten Gottesdienst im Upland halten, die ersten Wochen des Monats wird noch der Umzug aus Eichen-Erbstadt im Main-Kinzig-Kreis in Anspruch nehmen. Für die 42-jährige Mutter wird es eine Heimkehr ins Waldecker Land: Sie stammt aus Immighausen, wo ihre Eltern leben. Ihre erste Pfarrstelle im südhessischen verlässt sie nach elf Jahren, damit sie und ihr aus Westfalen stammender Mann wieder näher an der Heimat sind.

„Ich bin gespannt auf das, was ich hier finde“, sagt sie. Sie komme nicht mit einem fertigen Konzept: „Ich will mit allen zusammen gucken, was uns neues einfällt.“ Sie bringt einiges mit: etwa eine Zusatzausbildung als Seelsorgerin und viele Erfahrungen mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche, ob die Ausbildung von Konfirmandenhelfern oder die Zeit als Teil des Kindergottesdienst-Teams. Sie freue sich darauf, in eine Gemeinde mit kirchlichem Kindergarten zu kommen: „Ich möchte die Möglichkeit, mit Kindern und Eltern gemeinsam etwas zu gestalten.“

Stephanie Stracke, die sich neben Handarbeit, Stricken und Nähen vor allem für Wandern und Radfahren begeistert, ist gespannt, ob die Arbeit in einer Urlaubsregion etwas besonderes ist.

„Ich habe auch das Pilgern für mich entdeckt“, sagt sie – da freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit den Pfarrer-Kollegen aus Willingen, Schwalefeld und Eimelrod. „Es ist wichtig, in so einer Region zusammen zu schauen, wo man Schwerpunkte setzt und sich gegenseitig unterstützen kann.“

Das Liebste am Pfarrberuf sei ihr die Arbeit mit den Menschen in der Gemeinde, sie in allen Lebenssituationen zu begleiten – ob sie nun freudig, traurig und schwierig sind. „Die größte Freude ist zu gucken, wie man Menschen erreicht und ihnen Gottes Wort näherbringen kann – so verschieden sie sind“, sagt sie.

Alle Menschen haben eine „Sehnsucht nach Sinn“, denkt sie: „Doch viele kommen nicht mehr in die Kirche.“ Diese Menschen will sie über andere Kanäle erreichen. Spiritualität finde nämlich immer noch ihren Platz im Alltag. Sie denkt etwa an Projekte zur Fastenzeit, abendliche Treffen und das Pilgern. „Wie bringe ich Gott und die Menschen zusammen: Das ist die Aufgabe, die ich spannend finde“, erklärt sie.

Ihr offizieller Begrüßungsgottesdienst findet einige Woche nach dem Amtsantritt statt, am 11. August um 15 Uhr.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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