Abschied nach rund zweieinhalb Jahren

Tourismus-Manager Miro Gronau verlässt Willingen

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Zurück in die Freizeitbranche wechselt Kurbetriebsleiter Miro Gronau.

Willingen (Upland). Etwas weniger als zweieinhalb Jahre nach Amtsantritt hat der Willinger Tourismus-Manager Miro Gronau verkündet, zurück in die Freizeitbranche zu wechseln.

Miro Gronau gibt seine Position als Willinger Tourismus-Manager und Leiter des Kurbetriebs auf: Nach etwas mehr als zwei Jahren im Amt hat er das Angebot eines Wasserrutschen-Herstellers angenommen, den er künftig mit Themenkonzepten und Marketingstrategien unterstützen möchte. Das offizielle Datum seines Abschieds wurde noch nicht verkündet, doch er wird noch dieses Jahr gehen.

In der Rolle als Touristiker und Leiter des Kurbetriebes sei er nicht sattelfest angekommen, erklärt der 41-Jährige – lieber wolle er sich einer Aufgabe voll und ganz widmen: „Was ich mache, will ich richtig machen.“ Deshalb ziehe es ihn zurück in die Freizeitbranche – da sehe er seine Stärken. Bevor er am 1. Juli 2017 die Nachfolge Ernst Kespers antrat, arbeitete er unter anderem als Parkleiter im Europark in Rust.

„Ich schaue auf die knapp zweieinhalb Jahre positiv zurück, denn ich weiß, dass ich viel lernen durfte, aber auch viele gute Dinge in dieser kurzen Zeit mit einbringen konnte“, erklärt er. Dazu gehörten eine Anpassung des Logos, neue Werbestrategie, Online-Kanäle und Messen, Veranstaltungen wie Wasser- und Eiskino, Kooperationen mit Grimmheimat und Sauerland-Tourismus und nicht zuletzt kreativer und operativen Input in die Planungen des neuen Lagunenbads: „Hier sind die Strukturen nun so gut vorbereitet, dass wir hoffen, noch diesen Spätherbst alle Genehmigungen für den Bau zu bekommen.“ 

Der Gemeinde danke er für den offenen Austausch, der ihm seinen Entschluss ermöglichte.

Aktualisiert am 13. September, 14.05 Uhr:

„Wir haben gut und gerne zusammengearbeitet“, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte gegenüber der WLZ. Er hätte  gerne weiter mit dem 41-Jährigem gearbeitet. Die Gemeinde schreibt die Stelle ab Samstag neu aus. 

Ein Problem für den Neubau des Lagunenbads als größtes Projekt des von Gronau geleiteten Kurbetriebs stelle sein Abgang jedoch nicht klar, antwortet der Rathauschef: „Bei so einem großen Projekt wird in Form eines Teams gearbeitet – das steht und kann ungestört weitermachen.“ 

Dass das Bad praktisch neu gebaut werden muss, wurde erst nach Gronaus Amtsantritt festgestellt – an der Stelle ändere das nichts, erläutert Trachte: Tatsächlich wolle die Gemeinde nach den gleichen Kriterien suchen wie bei der Nachfolge Ernst Kespers 2017. 

Gesucht werde jemand, der sich im Tourismus-Marketing gut auskennt: „Wir müssen sehr hohe Anforderungen erfüllen, um uns im Wettbewerb halten zu können“, erklärt Trachte. Derweil sei das Marketing als Team-Aufgabe aufgebaut, die Mitarbeiter der Tourist-Information nehmen allesamt wichtige Aufgaben wahr, auch er als Bürgermeister und Büroleiterin Christina Hochbein seien eng eingebunden. Hauptaugenmerk des Leiters sei, den Markt zu beobachten und die Gesamt-Strategie daran anzupassen. Zudem obliege ihm die Netzwerkpflege etwa mit den Tourismus-Verbänden.

Quelle: Waldeckische Landeszeitung

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