Bauern fordern umfassende Reformen

Vertreter der Upländer Bauernmolkerei bei Protest in Berlin

Die Upländer Bauernmolkerei aus Usseln unterstützte die Demonstration in Berlin.

Berlin/Usseln. 23.000 Menschen haben zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin umfassende Reformen in der Landwirtschaftspolitik und mehr Umwelt- und Tierschutz gefordert – darunter auch Vertreter der Upländer Bauenmolkerei aus Usseln.

Die Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern!“ fand zum sechsten Mal statt. Gemeinsam zogen Verbraucher und Bauern vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen.

Mehr als 100 Traktoren aus dem ganzen Bundesgebiet begleiteten den Protest. Ein breites Bündnis aus Umwelt-, Tierschutz- und Agrarverbänden, Entwicklungsorganisationen und Bürgerinitiativen hatte zur „Wir haben es satt!“ Demo aufgerufen.

Die Upländer Bauernmolkerei unterstützte auch in diesem Jahr die Demo aus Solidarität zu den konventionellen Bauern, die seit Monaten unter den niedrigen Milchpreisen leiden.

Zusammen mit Bio-Bäckern aus Berlin wurde eine große Menge Butter für die Verteilaktion „Brotzeit“ gespendet. Rund 5.000 Butterbrote wurden an die Demonstranten gereicht. Die eingesammelten Spenden sind für die Organisation Pro Asyl und für ein Flüchtlingsprojekt in Syrien bestimmt.

Bei der Abschlusskundgebung wurde gefordert, dass Bundesregierung und EU eine bäuerliche Landwirtschaft unterstützen sollten statt Agrarfabriken. Außerdem wurde das geplante Handelsabkommen TTIP kritisiert, das die kleinbäuerlichen Strukturen gefährdet. „Bäuerliche Betriebe und die Verbraucher sind die Verlierer der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Die Agrarindustrie will über TTIP und CETA Verbraucherschutzstandards senken“, so Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

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