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Weltcup ohne Zuschauer: Stornierungen in Willingen

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Von: Wilhelm Figge

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Leere Tribünen bedeuten leere Betten – ein guter Winter kann sie wieder füllen, wenn er auch nicht alle Verluste ausgleichen kann.
Leere Tribünen bedeuten leere Betten – ein guter Winter kann sie wieder füllen, wenn er auch nicht alle Verluste ausgleichen kann. © pr/Archiv

Der Weltcup ohne Zuschauer macht sich bei den Willinger Hotels bemerkbar: Es gehen vermehrt Stornierungen ein.

Willingen – Drei Wochen vor dem zweiten Weltcup ohne Zuschauer haben in den Willinger Hotels die Stornierungen eingesetzt: Ursprünglich war etwa das „Sporthotel Göbel“ für das Skisprung-Wochenende ausgebucht, nun habe schon ein knappes Drittel der Gäste abgesagt, berichtet Inhaber Friedrich Göbel. Das ebenfalls vormals ausgebuchte Sporthotel „Zum Hohen Eimberg“ ist noch zu einem Drittel belegt, erklärt Daniela Meyer.

Von 10 bis 15 Prozent Stornierungen spricht Marion Arens von der Göbel-Hotelgruppe – allerdings sei das Buchungsverhalten von vornherein verhaltener gewesen.

Dass ein Club von einen knapp dutzend Männern trotzdem kommt, um den Weltcup im Kaminzimmer auf dem Fernseher zu schauen, sei die erfreuliche Ausnahme, berichtet Friedrich Göbel. Insgesamt bleibe die Lage schwierig: Auch wenn er über Weihnachten und Silvester viele Stammgäste gehabt habe, habe er diese erst einmal wegen der Pandemie beruhigen müssen. Zudem mangele es weiter an Personal, zeitweise musste er das Restaurant schließen.

Den Gästen ein sicheres Gefühl geben, hält auch Daniela Meyer für wichtig: Im Sporthotel Zum Hohen Eimberg gilt 2G-Plus, auch wenn es keine Erleichterungen bringt. Sie verzeichnet dieser Tage besonders viele kurzfristige Buchungen – was der unklaren Entwicklung von Infektionszahlen und Regelungen liege.

„Der Schnee hat jetzt schon was gebracht“, berichtet Friedrich Göbel und auch Daniela Meyer ist sich sicher: „Wenn der Winter kommt, ist das Haus wieder voll.“ Derweil zahlten die Gäste am hochattraktiven Weltcup-Wochenende mehr – das lasse sich nicht mehr rein holen. Das berichtet auch Marion Arens: Privatleute stornieren die während des Weltcups geltenden „High End“-Buchungen, die Preise gehen runter und die Zimmer werden durch spontan anreisende Gäste gefüllt. Im Stammhaus „Göbel’s Landhotel“ mache sich schon eine weitere Entwicklung bemerkbar: „Manche buchen jetzt Wellness statt Weltcup.“ Neben einer möglichen Kältewelle und Ski-Urlaubern sieht sie auch die niedersächsischen Winterferien am Weltcup-Wochenende als Grund für Optimismus.

Die Göbel-Gruppe befinde sich beim Skispringen derweil in einer besonderen Situation, erläutert Marion Arens: Im „Romantik Hotel Stryckhaus“ stammen drei Viertel der Reservierungen von Offiziellen des Weltcups, die auch ohne Zuschauer dabei sind, wenn sich die besten Skispringer der Welt vom 28. bis 30. Januar am Mühlenkopf messen. Fans und Ski-Club haben sich einiges einfallen lassen. (wf)

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